Leclanché nutzt Zusammenarbeit für USA-Projekt

Der Batteriehersteller Leclanché startet eine Zusammenarbeit mit der neuen Swiss Green Electricity Management Group (SGEM) und baut für das Unternehmen als Generalunternehmer eine Stromspeicherlösung in den USA.
01.11.2016 08:29
Leclanché tritt als Generalunternehmer in den USA auf.
Leclanché tritt als Generalunternehmer in den USA auf.
Bild: cash

Das Marengo Energy Storage Plant in der Nähe von Chicago mit einer Leistung von 20 MW und 10 MWh wird zur Sicherstellung der Grundlast und der Frequenzstabilisierung bei der Regulierungsagentur PJM Interconnection beitragen.

Die geplante Anlage wird an das Netz des lokalen Versorgers Commonwealth Edison Company angeschlossen, wie Leclanché am Dienstag mitteilt. Entwickelt wurde das Projekt von dem US-Unternehmen GlidePath Power. Angaben zum Auftragsvolumen werden keine gemacht.

Leclanché wird das Vorhaben als EPC-Dienstleister (Engineering, Procurement and Construction) realisieren und liefert die fertigen Batteriespeicher. Mit SGEM aus Lausanne wurde im August ein Vertrag als bevorzugter Anbieter geschlossen. Aufgrund der Vereinbarung hat SGEM ein Erstgebotsrecht für alle laufenden Leclanché-Projekte im Volumen von 85 MW im Jahr 2017.

Mit dem steigenden Anteil an erneuerbaren Energien aus Solar- und Windkraftwerken würde auch die Nachfrage nach Speicherlösungen steigen, heisst es in der Medienmitteilung weiter. Über solche Speicherlösungen können Schwankungen und Bedarfsspitzen der Grundlast abgefangen werden, um die Stromnetze zu stabilisieren. Zudem werde so eine kostengünstige und effektive Versorgung sichergestellt und der Einsatz fossiler Energieträger gesenkt.

«Enormes Potential für Energiespeicher»

"Das ist unsere erste Beteiligung in dem gut strukturierten und dynamischen Markt für PJM-Energiespeicher-Markt und eröffnet unseren Investoren die Gelegenheit, sich langfristig an dieser schnell wachsenden Asset-Klasse zu beteiligen", wird SGEM-VRP Antoine Spillmann in der Mitteilung zitiert. Das Marengo-Projekt veranschauliche die technologische Expertise von Leclanché und deren Kompetenz, ein solches Projekt als Generalunternehmen zu realisieren.

"Die Gründung von SGEM und die Investitionen in dieses Projekt macht deutlich, dass die Investoren das enorme Potenzial des Bereichs Energiespeicher erkennen", heisst es von Leclanché-CEO Anil Srivastava. Die Pipeline ähnlicher Projekte werde für weiter steigende Nachfrage in Nordamerika sorgen.

SGEM wurde mit dem Ziel gegründet, Investoren für Energiespeicherprojekte zu finden und diese dann zu realisieren und zu betreiben, wie es weiter heisst. Dabei gibt es Überschneidungen mit Leclanché. So war Antoine Spillmann bis Mai 2016 Mitglied im Verwaltungsrat des Batterieherstellers und ist derzeit CEO und Executive Partner bei der Genfer Beteiligungsgesellschaft Bruellan, die rund 15 Prozent der Leclanché-Aktien hält. Auch SGEM-Manager Jacques Boppe war zuvor Leiter Business Development bei Leclanché.

(AWP)