Leonteq baut weltweit 50 Stellen ab

Der auf strukturierte Produkte spezialisierte Finanzdienstleister Leonteq hat sich eine neue Organisationsstruktur gegeben und neue Ziele gesetzt.
16.11.2016 08:17
Leonteq-Standort an der Zürcher Europaallee.
Leonteq-Standort an der Zürcher Europaallee.
Bild: cash

Diese beinhalten bis Ende 2020 ein Kosten-Ertrags-Verhältnis von weniger als 65%. In Bezug auf die Dividendenpolitik beabsichtige Leonteq für 2016 und darüber hinaus die Auszahlung einer Mindestdividende von 1,75 CHF pro Aktie, wie die Gesellschaft am Mittwoch mitteilt.

Im Geschäftsbereich Investment Solutions strebt das Unternehmen bis Ende 2020 ein durchschnittliches jährliches Wachstum des Transaktionsvolumens von 15%. Im Geschäftsjahr 2015 belief sich das Wachstum auf 14%. Im Bereich Banking Solutions will das Unternehmen zehn aktive Plattformpartner haben nach drei im vergangenen Jahr. Im Bereich Insurance & Wealth Planning Solutions hat sich Leonteq fünf nach einem 2015 aktive Plattformpartner zum Ziel gesetzt.

Kosten reduzieren

Angesichts des gesetzten Ziels für das Kosten-Ertrags-Verhältnis plant Leonteq bis Ende 2017 Kosten im Umfang von rund 10 Mio CHF zu reduzieren. Diese Kostenreduktion beinhaltet den Abbau von global rund 50 Stellen, der in der Erfolgsrechnung bis Ende des ersten Quartals 2017 voll wirksam werden soll.

Dies erfolge zusätzlich zu den bereits umgesetzten 10 Mio (bekannt gegeben mit den Ergebnissen für das erste Halbjahr 2016), die hauptsächlich Einsparungen gegenüber budgetierten Neueinstellungen beinhalteten. Im Hinblick auf die angestrebte Verbesserung der operativen Effizienz des Unternehmens ist im Jahr 2017 kein Personalausbau vorgesehen, dies bei einem erwarten Personalbestand von insgesamt 480.

Ab 2018 wird eine Netto-Einstellungsquote von rund 5% pro Jahr erwartet. Die Investitionsausgaben dürften auf dem vergangenen und derzeitigen Niveau von 12,5% des Betriebsertrags bleiben.

Marktanteile gewonnen

Zur Geschäftsentwicklung im dritten Quartal heisst es, dass Leonteq ihren Marktanteil trotz eines herausfordernden Umfelds weiter ausgebaut habe. Das mit Produkten von Leonteqs Plattformpartnern erzielte Transaktionsvolumen sei weiter stark gewachsen, während die eigenen Emissionen weiter zurückgingen.

Der Personal- und der Sachaufwand stiegen wie bereits angekündigt, was den Effekt von Neueinstellungen im ersten Halbjahr und höhere Ausgaben für Büromieten widerspiegelt. Im zweiten Halbjahr bis heute wurden praktisch keine Neueinstellungen vorgenommen. Leonteq sei zuversichtlich, dass sie mit den heute bekannt gegebenen Ergebnissen der Strategieüberprüfung für weiteres Wachstum gut aufgestellt ist, heisst es weiter.

Veränderungen im Management

Bei Leonteq kommt es zudem zu einigen Änderungen im Management. Im Rahmen einer neuen Organisationsstruktur werden Tobias Wohlfarth als "Head of Banking Solutions" und Rüdiger Assion als "Chief Communications Officer" neu in die Geschäftsleitung berufen, so die Mitteilung weiter. Im Gegenzug werden der bisherige Chief Risk Officer Daniel Cangemi und Yann Besnard, Head of Business, die Geschäftsleitung verlassen.

Tobias Wohlfarth ist derzeit "Head of Platform Partners Integration & Relationship Management" bei Leonteq. Der neue Verantwortliche für die Kommunikation Rüdiger Assion amtiert derzeit als Managing Director Group Communications bei der Deutschen Börse. Mit Einsetzung eines Chief Communications Officer soll der zunehmenden Bedeutung einer transparenten und strategischen Kommunikation an den Kapitalmärkten Rechnung getragen werden, so die Meldung.

(AWP)