Liechtensteiner Privatbank - VP Bank muss Gewinnrückgang hinnehmen

Die Liechtensteiner VP Bank hat im Geschäftsjahr 2016 etwas niedrigere Gewinnzahlen erwirtschaftet, erhöht aber dennoch die Dividende.
07.03.2017 07:59
Die Aktie der VP Bank hat sich in den letzten 52 Wochen um knapp 40 Prozent verteuert.
Die Aktie der VP Bank hat sich in den letzten 52 Wochen um knapp 40 Prozent verteuert.
Bild: cash

Der Konzerngewinn lag mit 58,0 Mio CHF um 9,5% unter dem Vorjahresresultat, das allerdings noch stark durch die Übernahme der Centrum Bank beeinflusst gewesen war. Die Kundenvermögen nahmen trotz einem schwachen Neugeldzufluss zu. Die Aktionäre erhalten eine erhöhte Dividende von 4,50 (VJ 4,00) CHF je Namenaktie A respektive 0,45 (0,40) CHF je Namenaktie B.

Das Institut erwirtschaftete 2016 einen Geschäftsertrag von 273,2 Mio CHF, was einem Rückgang um 11% entsprach, wie die VP Bank am Dienstag mitteilte. Der Geschäftsaufwand lag gleichzeitig mit 212,2 Mio CHF um 14% unter dem Vorjahreswert. Sowohl beim Ertrag wie beim Aufwand waren im Vorjahr allerdings noch Einmaleffekte vor allem in der Folge der Fusion mit der Centrum Bank angefallen. Die Cost-Income-Ratio beziffert das Institut auf 68,4%, nachdem sie im Jahr davor 59,4% betragen hatte.

Die betreuten Vermögen (AuM) beziffert die VP Bank per Ende 2016 mit 35,8 Mrd CHF (VJ 34,8 Mrd). Beim Neugeld meldet das Institut einen Zufluss von gerade noch 7 Mio CHF. Im Jahr davor sei allerdings noch ein organischer Neugeld-Abfluss von 658 Mio CHF angefallen.

Mit den Ergebnissen liegt das Institut beim Gewinn und den Kundenvermögen über den Schätzungen der Analysten. Die Experten von Research Partners hatten den Gewinn bei 40,5 Mio, die ZKB-Analysten bei 39,5 Mio erwartet. Die verwalteten Vermögen waren mit 34,6 Mrd (Research Partners) respektive 34,8 Mrd (ZKB) geschätzt worden.

Für das laufende Jahr sieht das Institut "eine solide Basis für eine erhöhte Profitabilität gelegt", wie es in der Mitteilung heisst. Das Kostenmanagement soll konsequent weitergeführt werden. Auch 2017 werde Wachstum ein "Kernthema" bleiben, betont die VP Bank zudem.

(AWP)