Lifte und Rolltreppen - Region Amerika schiebt Schindler an

Der Lift- und Rolltreppenhersteller Schindler hat in den ersten neun Monaten mehr umgesetzt und den Gewinn klar gesteigert, die Region Amerika wuchs am stärksten. Die Analysten-Erwartungen wurden leicht unterschritten.
23.10.2018 07:09
Ein Schindler-Monteur bei der Arbeit.
Ein Schindler-Monteur bei der Arbeit.
Bild: ZVG

Der Auftragseingang stieg um 7,1 Prozent auf 8,65 Milliarden Franken und der Umsatz um 7,9 Prozent auf 7,94 Milliarden. In Lokalwährungen betrug das Wachstum 6,8 bzw. 7,6 Prozent, wie Schindler am Dienstag mitteilte.

Der Betriebsgewinn auf Stufe EBIT legte derweil in den Monaten Januar bis September um 7,7 Prozent auf 926 Millionen Franken zu, in Lokalwährungen hätte das Plus 7,3 Prozent betragen. Die entsprechende Marge lag unverändert zum Vorjahr bei 11,7 Prozent. Der Konzerngewinn erhöhte sich um 15,1 Prozent auf 746 Millionen Franken.

Angetrieben wurde die Nachfrage insbesondere durch den höheren Auftragseingang in der Region Amerika, die das höchste Wachstum erzielte, gefolgt von den Regionen EMEA und Asien-Pazifik. Der Anteil an Grossprojekten habe sich im Vergleich zur Vorjahresperiode deutlich erhöht, erklärte Schindler.

Auf Stufe Betriebsergebnis hätten weitere operative Fortschritte den anhaltenden Preisdruck sowie gestiegene Rohmaterialkosten kompensieren können. Negative Währungseinflüsse hätten den EBIT um rund 10 Millionen Franken gedrückt. Auf Stufe Konzerngewinn habe die bereits im zweiten Quartal angekündigten Einigung über die Besteuerung von Schindler in der Höhe von 55 Millionen Franken zum stärkeren Plus beigetragen. Vor Steuerrückzahlung betrug das Plus 6,6 Prozent.

Prognosen leicht unterschritten

Mit den vorgelegten Zahlen hat Schindler die Erwartungen von Analysten zumeist leicht unterschritten. Die Experten hatten gemessen am AWP-Konsens mit einem Auftragseingang von 8,79 Milliarden Franken, einem Umsatz von 7,99 Milliarden, einem EBIT von 940 Millionen und einem Reingewinn von 749 Millionen gerechnet.

Die Zahlen des dritten Quartals zeigen eine Abschwächung des Wachstums in Vergleich zum ersten Halbjahr. Hier betrug das Wachstum beim Auftragseingang 1,7 Prozent und beim Umsatz 3,6 Prozent.

An den Zielen für das Gesamtjahr hält die Gruppe dennoch fest: Schindler geht für 2018 weiter von einem Umsatzwachstum (in Lokalwährungen gerechnet) von 5 bis 7 Prozent aus. Und beim Konzerngewinn wird weiterhin ein Wert in der Bandbreite von 960 Millionen bis 1,01 Milliarden Franken angepeilt. Das Management erwartet, dass sich die in den letzten neun Monaten beobachteten Markttrends fortsetzen werden.

(AWP)