Logistikdienstleister - Kühne+Nagel ist weniger profitabel

Kühne+Nagel hat im ersten Quartal 2017 Umsatz und Rohertrag gesteigert, ist bei den Gewinnzahlen aber hinter dem entsprechenden Vorjahreszeitraum zurückgeblieben.
20.04.2017 07:25
Kühne+Nagel-Hauptsitz in Schindellegi.
Kühne+Nagel-Hauptsitz in Schindellegi.
Bild: ZVG

Der Nettoumsatz legte im Zeitraum von Januar bis März um 7,2% auf 4,30 Mrd CHF zu. Der um die volatilen Frachtraten bereinigte und deshalb aussagekräftigere Rohertrag verbesserte sich um 3,5% auf 1,65 Mrd.

Der operative Gewinn auf Stufe EBIT ging allerdings um 3,7% auf 209 Mio CHF zurück, womit die sich die entsprechende Marge auf 4,9% von 5,4% verschlechterte. Der den Aktionären anrechenbare Reingewinn sank um 2,4% auf 164 Mio, wie der Konzern am Donnerstag mitteilt.

Mit den Zahlen hat Kühne+Nagel die Analystenerwartungen beim Nettoumsatz und Rohertrag übertroffen, bei den Gewinnzahlen hingegen verfehlt. Der AWP-Konsens lag für den Nettoumsatz bei 4,09 Mrd, für den Rohertrag bei 1,62 Mrd, für den EBIT bei 219 Mio und für den Reingewinn bei 171 Mio CHF.

In der Paradedisziplin Seefracht stieg das Transportvolumen um 9%, womit Kühne+Nagel den Angaben zufolge mehr als doppelt so schnell wie der Gesamtmarkt gewachsen ist. Der EBIT fiel allerdings um 13% auf 93 Mio CHF zurück, womit sich der Margendruck aus dem Schlussquartal 2016 fortgesetzt hat. Im globalen Luftfrachtmarkt schoss das Transportvolumen um knapp 16% nach oben, aber auch hier entwickelte sich der EBIT rückläufig (-1,4% auf 72 Mio).

Für CEO Detlef Trefzger ist dies ein "gutes Ergebnis", welches "unseren optimistischen Ausblick auf eine weitere erfolgreiche Geschäftsentwicklung in diesem Jahr stützt", lässt er sich in der Mitteilung zitierten. "Wir haben eine gute Basis für das zweite Halbjahr 2017 geschaffen."

(AWP)