Logistikdienstleister - Kühne+Nagel verfehlt Erwartungen bei Gewinnzahlen

Kühne+Nagel hat im dritten Quartal 2017 den Rohertrag und das Betriebsergebnis gegenüber dem entsprechenden Jahresviertel 2016 deutlich gesteigert. Die Erwartungen bei den Gewinnzahlen wurden allerdings verfehlt.
16.10.2017 07:13
Kühne+Nagel-Hauptsitz in Schindellegi.
Kühne+Nagel-Hauptsitz in Schindellegi.
Bild: ZVG

Der Nettoumsatz von Kühne+Nagel legte von Juli bis September um 15% zu auf 4,71 Mrd Franken. Der um die Frachtraten bereinigte und daher aussagekräftigere Rohertrag stieg Firmenangaben vom Montag zufolge um 7,1% auf 1,76 Mrd.

Beim operativen Gewinn auf Stufe EBIT resultierte ein Anstieg um 4,5% auf 233 Mio Franken, womit sich die entsprechende Marge entsprechend auf 4,9% verringerte von 5,4% im Vorjahreszeitraum. Der den Aktionären anrechenbare Reingewinn legte um 4,0% auf 183 Mio zu.

"Mit starkem Volumenwachstum und aktivem Kostenmanagement konnten wir im dritten Quartal die Ergebnisse erwartungsgemäss weiter steigern", wird CEO Detlef Trefzger zitiert. "In der Seefracht gelang es, die Margen im dritten Quartal zu verbessern. Die Geschäftsbereiche Luftfracht, Landverkehre und Kontraktlogistik konnten deutliche Ergebnisverbesserungen erzielen."

Erwartungen bei Gewinnzahlen verfehlt

Mit den Zahlen hat der Konzern die Analystenerwartungen beim Nettoumsatz und Rohertrag übertroffen, bei den Gewinnzahlen hingegen verfehlt. Der AWP-Konsens lag für den Nettoumsatz bei 4,48 Mrd, für den Rohertrag bei 1,72 Mrd, für den EBIT bei 245 Mio und für den Reingewinn bei 194 Mio.

In den ersten neun Monaten resultiert beim Nettoumsatz ein Anstieg von 10%, beim Rohertrag von 4,8%, beim EBIT von 1,0% und beim Konzerngewinn von 1,3%.

Zum Ausblick auf die weitere Geschäftsentwicklung sagt CEO Trefzger: "Wir sehen unsere Ausrichtung auf wertschöpfungsstarke Dienstleistungen bestätigt und sind zuversichtlich, unsere eigenen für das Gesamtjahr gesteckten Renditeziele erreichen zu können." Die Konzernleitung hat sich für 2017 bekanntlich eine EBIT-Marge von mindestens 5% auf die Fahnen geschrieben. Hier ist man auf Kurs: Nach neun Monaten lag sie bei 5,1%.

(AWP)