Logistikdienstleister - Panalpina dehnt Netzwerk für Frischprodukte auf Deutschland aus

Panalpina ist weiter auf Einkaufstour. Nachdem am Donnerstag eine Übernahme im Bereich Frischwaren in den Niederlanden gemeldet wurde, kündigt der Frachtspediteur am Freitag eine weitere Akquisition in Deutschland an.
29.09.2017 07:52
Panalpina ist ein Transport- und Logistikdienstleister aus Basel.
Panalpina ist ein Transport- und Logistikdienstleister aus Basel.
Bild: ZVG

In dem schnell wachsenden Segment für verderbliche Waren wollen die Basler bis 2020 Marktführer werden. Man sei mit der Cool Chain Group (CCG) eine Vereinbarung zur Übernahme eines Teilbetriebs und eines Teams eingegangen, das auf internationale Luftfracht und den Import von Frischwaren spezialisiert ist, teilt Panalpina am Freitag mit. Dieser Geschäftsteil basiert den Angaben zufolge auf deutlich mehr als 100 Kunden und ungefähr 14'000 Tonnen Luftfracht pro Jahr. Über finanzielle Einzelheiten der Transaktion haben die Unternehmen Stillschweigen vereinbart.

Die niederländische Interfresh, deren Übernahme Panalpina am Vortag gemeldet hatte, fertigt pro Jahr rund 20'000 Tonnen Luftfracht ab. Zum Vergleich: Die Basler transportierten im vergangenen Jahr insgesamt über 900'000 Tonnen Luftfracht.

"In jüngster Zeit haben sich unsere Akquisitionen im Bereich der leicht verderblichen Waren auf die Exportseite konzentriert. Wir wollen aber auch unsere Präsenz in wichtigen Importmärkten ausdehnen sowie für Frischeprodukte unsere End-to-End-Fähigkeiten ausbauen, vor allem an wichtigen Gateways wie Frankfurt und, wie gestern demonstriert, Amsterdam", wird Panalpina-CEO Stefan Karlen zitiert.

Wachstumsmarkt

Das Geschäft mit leicht verderblichen Waren entwickelt sich viel dynamischer als der globale Warenhandel und ist noch dazu ein riesiger Markt. Dieser wächst gegenwärtig stabil mit 8 bis 10% jährlich und weist wenig Volatilität auf, wie die Zürcher Kantonalbank in einer aktuellen Studie schreibt. Nicht nur die Basler wollen ein Stück von dem Kuchen haben. Im Sommer hatte die Innerschweizer Konkurrentin Kühne+Nagel ebenfalls in diesem Segment zugekauft (Commodity Forwarders).

Panalpina strebt in diesem Bereich bekanntlich die Marktführerschaft an. Der Konzern hat sich auf die Fahnen geschrieben, bis 2020 die "bevorzugte Anbieterin von Logistiklösungen" für leicht verderbliche Waren zu sein.

(AWP)