Luftverkehr - Swiss mit Aufwärtstrend - Lufthansa mit deutlich mehr Gewinn

Die Fluggesellschaft Swiss hat die Rentabilität im dritten Quartal weiter gesteigert. Der Mutterkonzern Lufthansa fliegt mehr Gewinn ein.
25.10.2017 08:21
Eine Bombardier C-Series (vorne) und ein Airbus A320 der Swiss auf dem Flughafen Zürich-Kloten.
Eine Bombardier C-Series (vorne) und ein Airbus A320 der Swiss auf dem Flughafen Zürich-Kloten.
Bild: Pixabay

Die positive Entwicklung begründet die Airline unter anderem mit Kostensenkungen sowie Effizienzgewinnen aus der Flottenmodernisierung. Im dritten Quartal 2017 lag das operative Ergebnis (EBIT) der Swiss bei 260 Millionen Franken und damit um 34 Prozent über dem Vorjahreswert, wie aus einer Mitteilung vom Mittwoch hervorgeht. Der Umsatz verbesserte sich um 5 Prozent und erreichte 1,36 Milliarden Franken.

Gestützt durch die solide konjunkturelle Wirtschaftslage erwartet die Swiss eine Fortsetzung der positiven Geschäftsentwicklung bis Jahresende. Für das Gesamtjahr 2017 rechnet das Management trotz des saisonal typischerweise schlechteren Schlussquartals mit einem Betriebsergebnis über Vorjahr.

Inzwischen hat die Swiss auf der Langstrecke acht Flugzeuge des Typs Boeing 777-300ER als Ersatz für den Airbus A340-300 eingeflottet. Auf der Kurzstrecke hat sie acht Bombardier CS100 und vier Bombardier CS300 eingeführt und damit den Avro RJ100 abgelöst. Im August hat der letzte Avro RJ100 die Flotte verlassen.

Weiteres Rekordjahr für Konzernmutter Lufthansa

Der Mutterkonzern Lufthansa hat nach dem Sommer-Quartal das dritte Rekordjahr fest im Blick. Deutschlands grösste Airline bekräftige die Ziele für das Gesamtjahr und verbuchte nach neun Monaten das beste Ergebnis der Firmengeschichte.

Das bereinigte Konzernergebnis stieg von Juli bis September um rund ein Drittel auf 1,52 Milliarden Euro, wie der Dax-Konzern am Mittwoch mitteilte. Die grösste deutsche Airline bekräftige ihre Ziele für das Gesamtjahr und verbuchte nach neun Monaten das beste Ergebnis der Firmengeschichte. "Dadurch erlangen wir die Investitions- und Wachstumsfähigkeit, die wir benötigen, um uns aktiv an der Konsolidierung des europäischen Airlinemarktes zu beteiligen und in die Zukunft unseres Unternehmens investieren zu können", sagte Lufthansa-Chef Carsten Spohr.

Für das vierte Quartal peilt Spohr eine leicht positive Entwicklung der Stückerlöse an, die im dritten Quartal um 4,5 Prozent zulegten. Gleichzeitig rechnet der Manager für das Jahresende mit einem leichten Rückgang der Stückkosten bei den Passagier-Airlines. Analysten hatten im dritten Quartal ein bereinigtes Ebit von 1,5 Milliarden Euro prognostiziert.

(SDA/Reuters)