Luzerner KB erhöht Dividende

Die Luzerner Kantonalbank (LUKB) hat in den ersten neun Monaten des Jahres von einem deutlich verbesserten Zinserfolg profitiert und weist höhere Gewinnzahlen aus.
03.11.2016 06:59
Der Hauptsitz der Luzerner Kantonalbank.
Der Hauptsitz der Luzerner Kantonalbank.
Bild: cash

Gleichzeitig setzt die Kantonalbank ihre Unternehmensstrategie weiter um, die unter anderem Initiativen für die Digitalisierung enthält. Für das Gesamtjahr kündigt das Institut nun einen leicht steigenden Konzerngewinn und eine Dividendenerhöhung an.

Der Geschäftserfolg lag in den ersten neun Monaten des Jahres mit 156,2 Mio CHF um 2,9% über dem Vorjahresergebnis, wie den am Donnerstag veröffentlichten Zahlen zu entnehmen ist. Unter dem Strich nahm der Konzerngewinn im Vorjahresvergleich um 1,9% auf 136,8 Mio CHF zu. Von ihren zweckbestimmten Reserven zur Abfederung der Auswirkungen der Euro-Mindestkursaufhebung hat die LUKB im Geschäftsjahr 2016 bisher 3,5 Mio CHF aufgelöst, womit sich die Position zum Halbjahresergebnis nicht verändert hat.

In seinem wichtigsten Geschäftsbereich, dem Zinsengeschäft, konnte das Kantonsinstitut den Nettoerfolg um deutliche 5,5% auf 237,5 Mio CHF steigern. Dabei profitierte die Kantonalbank von der Ausweitung der Volumen, wie auch von rückläufigen Absicherungskosten gegen das Risiko einer Zinserhöhung sowie von Einnahmen aus Negativzinsen. Auch für das Gesamtjahr erwartet die Bank einen höheren Nettoerfolg aus dem Zinsengeschäft von 315-320 Mio CHF (Vorjahr 304 Mio).

Dagegen blieb das Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft von der zurückhaltenden Stimmung der Anleger im Jahresverlauf gedrückt und musst einen Rückgang um 4,5% auf 59,8 Mio CHF vermelden. Der Erfolg auf dem Handelsgeschäft fiel dagegen mit 21,7 Mio CHF um rund 16% höher aus.

Geschäftsaufwand erhöht sich 

Der Geschäftsaufwand erhöhte sich im Rahmen der Umsetzungsarbeiten für die Strategie "2020@LUKB", wobei sich der Personalbestand um knapp 30 auf neu 972 Vollzeitstellen erhöhte. Insgesamt stieg der Aufwand um 3,7% auf 160,4 Mio CHF. Die Cost-Income-Ratio blieb mit 47,9% innerhalb der eigenen Zielvorgabe (maximal 50%). Mit der neuen Unternehmensstrategie will die LUKB nicht zuletzt die Digitalisierung des Bankgeschäfts vorantreiben.

Die Bilanzsumme erhöhte sich gegenüber Ende 2015 um 3,4% auf 34,4 Mrd CHF. Die Kundenausleihungen stiegen um 3,9% auf 26,5 Mrd CHF. Die Hypothekarforderungen legten dabei in den ersten neun Monaten ebenfalls mit einem Plus von 3,9% zu.

Die gesamten Kundenvermögen beliefen sich per Ende September auf 27,75 Mrd CHF, was einem Anstieg um 3,6% gegenüber dem Jahresanfang entspricht. Insgesamt konnte die LUKB einen Netto-Neugeldzufluss von 632 Mio CHF verbuchen, nach 534 Mio im Jahr davor.

Die Eigenmittelbasis der LUKB hat sich in den ersten neun Monaten weiter verstärkt, die Gesamtkapitalquote beläuft sich nun auf 16,4%. Auch hier ist die Bank gut innerhalb der eigenen Zielvorgabe von 14 bis 18%.

Für das Gesamtjahr hat die LUKB die Gewinnprognose erhöht und erwartet neu einen Konzerngewinn "zwischen 181 und 184 Mio CHF". Zuletzt hatte das Institut einen Gewinn auf Vorjahreshöhe von 180 Mio prognostiziert. Die Dividende für 2016 soll gemäss den Strategiezielen um 0,50 CHF auf 11,50 CHF je Namenaktie erhöht werden.

(AWP)