Maschinenhersteller - Komax-Aktie bricht nach negativem Ausblick ein

Der Aktienkurs von Komax reagiert mit einem Einbruch auf den mit den Jahreszahlen abgegebenen negativen Ausblick für das erste Halbjahr.
14.03.2019 10:05
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Bild: cash

Der Bestellungseingang sei in den ersten beiden Monaten unerwartet schwach gewesen, hiess es vom Unternehmen, und man rechne im laufenden Semester mit einem um bis zu 20 Prozent tieferen Umsatz und einem "markant" tieferen Ergebnis. Die Analysten sehen ihre Ergebnisschätzungen unterschritten und dürften aufgrund der Prognose ihre Gewinnerwartungen deutlich senken.

Um 10 Uhr sacken Komax Namen um 19,6 Prozent auf 203 Franken ab. Der Gesamtmarkt gemessen am SPI tendiert aktuell 0,7 Prozent im Plus.

Komax scheine von dem Sturm bei den Automobilzulieferern getroffen zu werden, schreibt der Analyst der UBS. Bei den Konsensschätzungen für den Gewinn pro Aktie 2019 rechnet er nach dem pessimistischen Ausblick für das erste Halbjahr mit einem Abwärtsrisiko von rund 30 Prozent. Zudem hätten auch EBIT und Gruppenergebnis nach Steuern unter den Erwartungen gelegen.

«Grosse Enttäuschung»

Der negative Ausblick sei eine grosse Enttäuschung, heisst es in einem Kommentar von Vontobel. Das Kursziel von 350 Franken wird überprüft. Das Management habe eine 180-Grad-Wende bei der Formulierung ihrer Umsatzerwartung vollzogen und rechne damit, dass die Unsicherheiten einen signifikanten Einfluss auf das Geschäftsjahr 2019 haben werden. Es werde erwartet, dass dies jedoch nur temporär sei und dass das Unternehmen vom strukturellen Wachstum durch die Lancierung neuer Modelle und dem Zwang zur Automatisierung profitieren werde. Vontobel stuft Komax als "Buy" ein.

Bei der ZKB wird die Einstufung auf "Marktgewichten" von "Übergewichten" gesenkt. Die gedämpften Aussichten werden das Ergebnis 2018 überschatten, schätzt der Analyst. Dass die Dynamik 2019 abnehmen wird, haben man angenommen. In dieser Grössenordnung, zumindest für das erste Halbjahr 2019, komme das doch etwas überraschend. Er werde seine Schätzungen deutlich reduzieren. "Langfristig ist für uns der Investment-Case weiterhin intakt", heisst es weiter.

(AWP)