Maschinenhersteller - Starrag kürzt die Dividende

Weniger Nachfrage aus der Uhrenindustrie und Kostenüberschreitungen bei Kundenaufträgen haben den Reingewinn beim Maschinenhersteller Starrag im vergangenen Jahr halbiert.
10.03.2017 06:40
Starrag kürzt die Dividende

Unter dem Strich blieben dem Unternehmen noch 4,6 Mio CHF. Auch das Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) lag mit 7,4 Mio CHF um 50% unter Vorjahr, wie Starrag am Freitag mitteilte. Die EBIT-Marge halbierte sich 2016 von 4,0 auf noch 2,0%. Besser sieht die Bilanz beim Auftragseingang und den Umsatzzahlen aus, die das Unternehmen bereits Ende Januar publiziert hatte. Die Erlöse lagen mit 372 Mio CHF um 2% über jenen des Vorjahrs. Währungsbereinigt betrug die Veränderung plus 1%.

Gar den höchsten je erzielten Auftragseingang in der 120-jährigen Unternehmensgeschichte vermeldete Starrag: 480 Mio CHF oder ein Plus von 44%. Der Auftragsbestand im Umfang von 348 Mio CHF oder 47% mehr als im Vorjahr sichere eine Grundauslastung von deutlich über einem Jahr.

Am meisten Neubestellungen kamen aus Asien mit 36%. Der auf 20% verdoppelte Anteil Nordamerikas am Auftragseingang erklärt sich zum Teil mit dem Gewinn eines weiteren Referenzprojekts für Grossmaschinen mit einem Auftragswert im mittleren zweistelligen Millionenbereich.

Die beiden bedeutendsten Abnehmerindustrien Aerospace und Industrial bestritten zusammen etwas über 80% der gruppenweiten Neubestellungen. Das Luxussegment und dabei namentlich die Uhrenindustrie waren dagegen weiterhin rückläufig. Der Verwaltungsrat schlägt der Generalversammlung eine Dividende von 1 CHF pro Aktie vor - 20 Rappen weniger als im Vorjahr.

Mit einer Ausschüttungsquote von rund 75% liege man deutlich über dem Zielband von 35% bis 50%. Im Sinne einer kontinuierlichen Dividendenpolitik basiere der Antrag aber auf der Erwartung eines deutlich höheren Reingewinns im laufenden Geschäftsjahr.

Für 2017 gehe man von weniger Neuaufträgen, einem deutlich höheren Umsatz und dank verschiedener strategischer und operativer Massnahmen mit einer deutlich höheren operativen Marge aus, heisst es weiter. Für die Zukunft rechnet Starrag auf den mehrjährigen Durchschnitt und über Konjunkturzyklen hinweg bezogen mit einem Umsatzwachstum von über 5% und einer operativen Marge von mindestens 8%.

(AWP)