Mehr Luxusobjekte im Angebot - Steigende Preise für Einfamilienhäuser im April

Die Angebotspreise für Einfamilienhäuser sind im April, nach einem leichten Plus im März, erneut angestiegen.
02.05.2017 08:30
Preise für Einfamilienhäuser nahmen im April um 5,7 Prozent zu.
Preise für Einfamilienhäuser nahmen im April um 5,7 Prozent zu.
Bild: pixabay.com

Wie der von ImmoScout24 und dem Immobilienberatungsunternehmen IAZI AG erhobene Swiss Real Estate Offer Index zeigt, nahmen sie um 5,7 Prozent zu. Dieser Anstieg sei vor allem auf die starke Zunahme der Anzahl inserierter Luxus-Einfamilienhäuser zurückzuführen, heisst es in der Mitteilung vom Dienstag.

"Im April hat sich das Angebot an Luxusobjekten bei den Einfamilienhäusern auf der Immobilienplattform ImmoScout24 im Vergleich zum Vormonat mehr als verdoppelt", wird IAZI-Partner und VR-Präsident Philippe Sormani in der Mitteilung zitiert. Dies habe in dieser Kategorie zu einem sichtbaren Anstieg geführt. Die Standardobjekte, die ebenfalls in diese Indexberechnung einfliessen, seien dagegen von der überproportionalen Zunahme nicht betroffen.

Mit ein Grund für den deutlichen Anstieg bei Luxusobjekten sei, dass sich die Angebote, die früher hauptsächlich ohne Anzeigenschaltung über einen Makler geschaltet wurden, verstärkt auch auf die digitalen Kanäle verschieben. Wie nachhaltig diese Zunahme bei den Luxusobjekten sei, müsse sich allerdings noch weisen, heisst es weiter. Auf Jahresbasis betrug der Preisanstieg bei den Einfamilienhäusern 4,6 Prozent.

Mieten gehen leicht zurück

Eigentumswohnungen sind im April nur leicht teurer geworden, die Angebotspreise nahmen zum Vormonat um 0,2 Prozent zu. Damit beläuft sich der Quadratmeterpreis in dieser Eigentumskategorie auf rund 7'150 CHF. Auf Jahresbasis ergibt sich ein Anstieg von 0,5 Prozent und seit Beginn der Indexberechnung Anfang 2011 ein Plus von 22,8 Prozent.

Die Mieten sind im April um 0,9 Prozent zurückgegangen. Dabei waren die Grossregion Zürich mit einem Plus von 0,1 Prozent und die Nordwestschweiz, deren Niveau unverändert ist, die einzigen Regionen ohne ein negatives Vorzeichen. Die Genferseeregion mit einem Minus von 1,7 Prozent führt neben dem Tessin, das traditionell immer starken Schwankungen unterliegt, die Negativliste an.

Bei den Angebotsmieten wurde schweizweit ein Anstieg um 0,1 Prozent verzeichnet. Waren die Grossregionen Ostschweiz und Zentralschweiz im letzten Monat in der negativen Zone bei den Angebotsmieten, haben sie im vergangenen Monat mit plus 1,1 Prozent respektive plus 1,9 Prozent wieder Terrain gutgemacht. Einzig das Tessin verzeichnete mit einem Zuwachs von 2,1 Prozent einen noch stärkeren Anstieg.

(AWP)