Mehr Umsatz und Gewinn - Oerlikon setzt positiven Trend fort

Der Industriekonzern Oerlikon hat im zweiten Quartal den positiven Trend aus dem ersten Quartal fortgesetzt.
08.08.2017 07:02
Oerlikon-Hauptsitz in Pfäffikon.
Oerlikon-Hauptsitz in Pfäffikon.
Bild: ZVG

Umsatz und Bestellungseingang stiegen zum Vorjahr erneut deutlich und die Guidance für das Gesamtjahr wird bekräftigt. Die Profitabilität auf Stufe Betriebsgewinn ging leicht zurück, der Halbjahres-Konzerngewinn stieg jedoch leicht.

Der Umsatz stieg in der Berichtsperiode um rund 19% auf 689 Mio CHF gegenüber dem Vorjahreszeitraum, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Zu konstanten Wechselkursen betrug der Wert 693 Mio. Der Bestellungseingang verbesserte sich um 22% auf 724 Mio. Der Bestellungsbestand per Mitte Jahr betrug 578 Mio, was gegenüber Ende erstes Quartal 2017 einem Plus von 5,9% entspricht. Gegenüber dem Vorjahr betrug das Plus rund 44%.

Der EBITDA war um 15% höher und betrug 92 Mio CHF. Die entsprechende Marge sank auf 13,4% nach 13,9% im Vorjahreszeitraum. Für den Konzerngewinn gibt es nur einen Halbjahreswert: Er verbesserte sich auf 48 Mio von 43 Mio im Vorjahr.

Die ausgewiesenen Zahlen liegen allesamt über den Prognosen der Experten. Analysten hatten gemessen am AWP-Konsens einen Auftragseingang von 708 Mio CHF, einen Umsatz von 672 Mio und einen EBITDA von 86 Mio bei einer Marge von 13,0% prognostiziert.

Bessere Weltkonjunktur

Oerlikon habe von der sich weltweit spürbar verbessernden Konjunktur profitiert, heisst es weiter. In praktisch allen wichtigen Endmärkten - in der Luftfahrt, der Automobil- und der Werkzeugindustrie, im Markt für Filamentanlagen, in der allgemeinen Industrie sowie in den Sektoren Landwirtschaft, Bau und Transport - waren höhere Investitionen feststellbar.

Das Segment Surface Solutions verzeichnete eine anhaltend positive Dynamik und steigerte im zweiten Quartal Bestellungseingang und Umsatz. Investitionen in die additive Fertigung und der Akquisitionen führten hier als einzigem Bereich zu einer rückläufigen Marge, die 20,6% (VJ 22,4%) erreichte.

Das Chemiefasergeschäft steigerte Umsatz, Bestellungen und Profitabilität, wobei hier insbesondere auf die Erholung im chinesischen Markt für Filamentanlagen, auf Neugeschäfte in Südamerika und Grossprojekte in Indien und der Türkei sowie eine gesunde Nachfrage nach Stapelfasersystemen genannt wird. Auch das Segment Drive Systems steigerte Bestellungseingang, Umsatz und die Marge. Hier wird die Repositionierung als zusätzlicher positiver Faktor zur allgemeinen Konjunktur genannt. Zudem baue der Bereich im Bereich E-Mobilität dank neu gewonnener Kunden eine vielversprechende Position auf.

Auf Basis der Ergebnisse hat Oerlikon die Guidance bekräftigt. Für das laufende Jahr 2017 rechnet das Management weiter mit einen Bestellungseingang und Umsatz von rund 2,6 Mrd CHF sowie eine EBITDA-Marge von rund 14%. Letzteres nach Berücksichtigung der weiterhin geplanten Investitionen in die additive Fertigung.

(AWP)