Mehr Umsatz - Vifor erhöht nach erstem Halbjahr Prognosen

Das Pharmaunternehmen Vifor hat nach dem Verlauf des ersten Halbjahres seine Gesamtjahresprognose angehoben.
08.08.2017 06:55
Vifor-Pharma-Labor in Freiburg.
Vifor-Pharma-Labor in Freiburg.
Bild: ZVG

Es ist der erste Halbjahresbericht, den Vifor als eigenständiges Unternehmen vorlegt. Die ehemalige Galenica war erst im April in die beiden unabhängigen Geschäfte aufgeteilt worden. Den Umsatz beziffert Vifor auf 625,7 Mio CHF, ein Plus von 13,6 Prozent gegenüber den 550,6 Mio CHF vom ersten Halbjahr 2016.

Auf Gewinnseite meldet Vifor einen EBITDA in Höhe von 252,3 Mio CHF. Dies entspricht einem Zuwachs von 20,2 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum, allerdings unter Ausklammerung der Lancierungs- und Anlaufkosten für den Kaliumbinder Veltassa, den Vifor im Zuge der Relypsa-Übernahme im vergangenen Jahr mit ins Portfolio bekommen hat. Nimmt man diese Kosten mit in die Rechnung hinein, weist Vifor einen EBITDA von 132,9 Mio CHF aus, verglichen mit 209,9 Mio im Vorjahr. Die Lancierungskosten beziffert das Unternehmen auf 119,4 Mio CHF.

Mit dem Kaliumbinder Veltassa zur Behandlung von Hyperkaliämie hat das Pharmaunternehmen in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres Umsätze von 24,3 Mio CHF erzielt. Vifor hofft, mittelfristig mit Veltassa Blockbuster-Umsätze zu erzielen. In der EU hat es erst vor wenigen Tagen die Zulassung erhalten, in den USA ist es seit 2015 zugelassen.

Unter dem Strich blieb im ersten Halbjahr ein Gewinn nach Minderheiten 1'094 Mio CHF übrig. Im Vorjahreszeitraum lag er bei 158,9 Mio CHF. Im Vorfeld der Zahlenvorlag hatten sich Analysten schwer getan mit möglichen Schätzungen, da nicht klar war, was in die Zahlen einfliessen wird. Wie es in der Pressemitteilung heisst, resultierte dieser Anstieg vor allem aus dem Gewinn der nicht fortgeführten Geschäfte.

Beim Blick nach vorne hat Vifor sein im Frühjahr formuliertes Ziel, ein Umsatzplus im höheren einstelligen Prozentbereich zu erreichen, erhöht. Sowohl beim Umsatz als auch EBITDA stellt das Unternehmen nun einen Anstieg von mehr als 10 Prozent in Aussicht.

(AWP)