Merkel contra TrumpG20-Gipfel soll Schwächung der Finanzregulierung verhindern

US-Präsident Donald Trump will zurück zu entfesselten Finanzmärkten. Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel will bei den anstehenden G20-Beratungen Gegensteuer geben.
19.06.2017 16:13
Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel will sich gegen die Lockerung der Regeln im Finanzwesen wehren.
Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel will sich gegen die Lockerung der Regeln im Finanzwesen wehren.
Bild: Bloomberg

"Wir werden natürlich in dem Bereich Wirtschafts- und Finanzmarktregulierung, den eigentlichen Kernthemen, auch allem entgegenarbeiten, was auf eine Veränderung im Sinne von Schwächung der Finanzmarktregulierung hinweist", kündigte Kanzlerin Angela Merkel am Montag an. Sie äusserte sich auf einer Veranstaltung mit Nichtregierungsorganisationen zum kommenden G20-Gipfel. Merkel forderte nach der Regulierung des Bankensektors auch weltweite Regeln für Schattenbanken. "Wir haben noch einen ehrgeizigen Fahrplan abzuarbeiten bezüglich der Regulierung der Schattenbanken, ein ganz wichtiges Thema", sagte die Kanzlerin. "Darauf werden wir sehr achten."

"Insgesamt also wollen wir vom Gipfel in Hamburg das Signal aussenden, dass wir gemeinsam in der Lage sind, in globalen Dimensionen zu denken und zu handeln, damit alle etwas davon haben", betonte Merkel. Sie sprach sich entschieden gegen nationale Alleingänge aus und bedauerte erneut, dass die USA aus dem Pariser Klimaschutzabkommen austreten wollen. Der Gipfel der 20 grössten Industrie- und Schwellenländer (G20) unter deutscher Präsidentschaft findet Anfang Juli in Hamburg statt.

(Reuters)