Metall Zug wächst im ersten Halbjahr

Die Industriegruppe Metall Zug hat im ersten Halbjahr 2016 die Eckdaten verbessert.
22.08.2016 07:40
Die V-Zug AG bildet zusammen Gehrig Group AG  und Sibir Group AG den Geschäftsbereich Haushaltapparate der Metall-Zug-Gruppe.
Die V-Zug AG bildet zusammen Gehrig Group AG und Sibir Group AG den Geschäftsbereich Haushaltapparate der Metall-Zug-Gruppe.
Bild: youtube

Der Umsatz stieg brutto um 3,4% auf 441 Mio CHF, wobei sich das organische Wachstum in Lokalwährungen auf 2,1% belief. Das Betriebsergebnis auf Stufe EBIT nahm leicht auf 31,6 Mio (+1,4%) zu und unter dem Strich resultierte dank eines höheren Finanzergebnisses ein Reingewinn von 23,9 Mio nach 10,3 Mio in der Vorjahresperiode, wie das Unternehmen am Montag mitteilt.

Das Finanzergebnis trug im Halbjahr 0,6 Mio CHF zum Gewinn bei. Dabei sei die leicht negative Performance der Wertschriftenanlagen durch die Wertsteigerung bei den Finanzanlagen und assoziierten Gesellschaften gut kompensiert worden. Im Vorjahr hatte das Finanzergebnis die Erfolgsrechnung noch mit 13,0 Mio belastet.

Mit den vorgelegten Zahlen hat Metall Zug die Vorgaben der Analysten mit dem Umsatz und dem Reingewinn übertroffen, jedoch mit dem EBIT knapp verfehlt: Die von AWP befragten Analysten hatten im Schnitt mit einem Umsatz von 435 Mio CHF und einem EBIT von 32,2 Mio gerechnet. Beim Reingewinn reicht die Spanne von 10,4 Mio (ZKB) bis 23,5 Mio (Vontobel).

Man habe in allen Geschäftsbereichen "operativ und strategisch erfreuliche Fortschritte" erzielt, heisst es in der Mitteilung weiter. So habe der Geschäftsbereich Haushaltapparate (u.a. V-Zug) seine Marktstellung in der Schweiz gefestigt und parallel dazu die Internationalisierung vorangetrieben. Im Bereich Infection Control (Belimed) verlaufe die Restrukturierung derweil nach Plan und es sei für künftiges Wachstum investiert worden. Derweil optimiere man bei Wire Processing (Schleuniger) die Supply Chain und es würden weitere Fortschritte im Projektgeschäft verzeichnet.

Beim Ausblick auf das laufende Jahr hält das Management einen höheren EBIT nach wie vor für möglich. Dabei werde der Gewinn aus dem Verkauf des Areals von Belimed in Ballwil auch erst in der zweiten Jahreshälfte realisiert. Insgesamt bleibe das Geschäftsumfeld aber von Marktunsicherheiten geprägt, so Metall Zug. So seien etwa die Auswirkungen des Brexit auf das wirtschaftliche Umfeld und damit auf das Wachstum in der EU und in der Schweiz nach wie vor unklar.

(AWP)