Meyer-Burger-Aktien vom Handel ausgesetzt

Die Aktien von Meyer Burger sind am Tag der ausserordentlichen GV zur Kapitalerhöhung - und damit dem Votum der Aktionäre zum Rekapitalisierungsplan insgesamt - gesucht.
02.12.2016 10:20
Der Hautpsitz von Meyer Burger in Gwatt (Thun).
Der Hautpsitz von Meyer Burger in Gwatt (Thun).
Bild: ZVG

Die Aussicht auf eine starke Kapitalverwässerung im Zusammenhang mit der Kapitalerhöhung hatte die Aktien in den Wochen zuvor auf ein Allzeittief gedrückt.

Seit 10 Uhr sind Meyer Burger von der SIX - angesichts der GV - vom Handel ausgesetzt worden. Zuvor standen sie 3 Rappen oder rund 1,2% höher bei 2,58 Franken. In den Tagen vor der Zustimmung der Anleihegläubiger zu den Änderungen der Bedingungen, waren die Titel bis auf 1,59 Franken gefallen. Die Zustimmung der Wandelanleihehalter sorgte dann wiederum am vergangenen Montag für einen Anstieg bis auf 2,78 Franken oder um rund +75% zum Tief. Seitdem pendeln die Titel um die Marke von 2,50 Franken.

Meyer Burger will das Kapital durch die Ausgabe von bis zu 456,9 Millionen neuen Aktien zu 0,36 Franken auf 27,4 Millionen Franken erhöhen. Je Aktie werden fünf Anrechte zugeteilt, von denen je eines zum Bezug einer Aktie zu 0,36 Franken berechtigt. Die Transaktion steht unter der Bedingung, dass mindestens ein Bruttoerlös von 160 Millionen Franken erzielt wird. Ausserdem sollen das bedingte und das genehmigte Kapital ebenfalls erhöht werden.

Potenziell starke Kapitalverwässerung

An der ausserordentlichen GV könne Meyer Burger einen weiteren wichtigen Schritt vorwärts im Rekapitalisierungsprozess machen, heisst es bei der ZKB. Mit der Genehmigung der bedingten und genehmigten Kapitalerhöhung stimmen die Aktionäre zudem einer zukünftig potenziell starken Verwässerung zu. Ist die Kapitalerhöhung erfolgreich, liege der auf dem Schlusskurs vom Vorabend basierende theoretische "nach-Rechte"-Preis der Aktie bei 0,73 Franken. Die Bewertung des Analysten lautet "Marktgewichten".

Entscheidend für die Rekapitalisierung sei der Ausgang der Generalversammlung, schreibt der Vontobel-Analyst in einem Kommentar. "Die wesentlichen Fragen sind, ob die Aktionäre den vorgeschlagenen Konditionen zustimmen und ob sie letztlich auch zeichnen." Auch wenn Meyer Burger in letzter Zeit einen verbesserten Auftragseingang aufgewiesen habe, aufgrund der mittelfristig eingetrübten Aussichten in der Solarindustrie empfiehlt der Vontobel-Analyst eine abwartende Haltung.

(AWP/SDA)