Micronas-Dekotierung am 25. Oktober geplant

Die Aktien von Micronas werden in knapp zwei Wochen dekotiert.
14.10.2016 07:45
Ein Prozessor von Micronas.
Ein Prozessor von Micronas.
Bild: ZVG

Die Schweizer Börse SIX hat ein entsprechendes Gesuch des Unternehmens nach Vollzug der Fusion mit der Schweizer Tochtergesellschaft des japanischen Elektronikkonzerns TDK Corporation bewilligt, wie der Zürcher Halbleiter-Hersteller am Freitag mitteilte.

Die am Vortag erteilte Bewilligung steht den Angaben zufolge unter der Bedingung, dass die ausserordentliche Generalversammlung von Micronas von nächster Woche (20.10.) der Fusion definitiv zustimmt und diese auch im Handelsregister eingetragen wird.

Die Dekotierung erfolgt (voraussichtlich) am 25. Oktober 2016, als letzter Handelstag ist der 24. Oktober vorgesehen. Jedoch soll der Börsenhandel mit Micronas-Aktien bereits im Anschluss an die Eintragung der Fusion im Handelsregister, voraussichtlich am 20. Oktober, eingestellt werden, wie es heisst.

TDK hatte im vergangenen Dezember ein Übernahme-Angebot zu 7,50 CHF pro Micronas-Aktie lanciert und hielt nach Ablauf des Angebotes Anfang März 93,72% der Aktien (zuletzt gemeldet im September 94,05%). Die Transaktion hatte ein Volumen von rund 214 Mio CHF, wobei die Marktkapitalisierung vor Bekanntgabe der Offerte 137 Mio CHF betragen hatte.

Der japanische Konzern will laut den Angaben vom letzten Dezember mit der Übernahme das Geschäft mit Sensoren weiter ausbauen, indem die eigene Magnet-Technologie mit der sogenannten Hall-Technologie von Micronas kombiniert wird. "Wir glauben, dass diese Akquisition eine perfekte Kombination ist, die Synergien in Produktion und Umsatz innerhalb beider Firmen ermöglicht", liess sich TDK-Manager Shigenao Ishiguro damals zitieren.

TDK ist im Vergleich mit Micronas ein Riese. Das Unternehmen beschäftigt 88'000 Mitarbeiter und erzielte im letzten Geschäftsjahr einen Umsatz von umgerechnet 8,8 Mrd CHF. Micronas hat derweil letztes Jahr einen Umsatz von 134,4 Mio CHF erwirtschaftet und dabei einen Verlust von 12,2 Mio erlitten.

(AWP)