Mietpreise und Wohneigentum wieder teurer

Die Angebotspreise für Einfamilienhäuser und Eigentumswohnungen in der Schweiz sind im Oktober nach einem leichten Rückgang im Vormonat wieder angestiegen.
02.11.2016 08:15
Immobilienhungrige Investoren sind ein Grund für die steigenden Preise.
Immobilienhungrige Investoren sind ein Grund für die steigenden Preise.
Bild: ZVG

Der im Vorjahresvergleich deutliche Anstieg bei Eigentumswohnungen zeige, dass sich Investoren wieder vermehrt diesem Segment widmeten, heisst es in dem am Mittwoch veröffentlichten Swiss Real Estate Offer Index. Dieser wird vom Onlineportal Immoscout24 in Zusammenarbeit mit dem Immobilien-Beratungsunternehmen IAZI erhoben.

Der Swiss Real Estate Offer Index weist hinsichtlich Stockwerkeigentum im Oktober einen Quadratmeterpreis von rund 7'160 CHF aus, was einer marginalen Zunahme von 0,1% gegenüber dem Vormonat entspricht. Betrachte man die Entwicklung über das vergangene Jahr hinweg ist Stockwerkeigentum damit um 3,8% teurer geworden.

Die Angebotspreise pro Quadratmeter Nettowohnfläche bei Einfamilienhäusern lagen im Oktober durchschnittlich bei 5'975 CHF und damit 0,8% tiefer als im September. Im Vorjahresvergleich seien Einfamilienhäuser ebenfalls um 0,2% günstiger geworden.

"Ein Hinweis darauf", so Waeber, "dass bei den Investoren aufgrund der relativ hohen Kaufpreise für Einfamilienhäuser und damit der erschwerten Finanzierbarkeit Eigentumswohnungen weiter in den Fokus rücken."

Die Preise für Mietwohnungen legten dagegen nach dem leichten Rückgang im September gemäss dem Swiss Real Estate Offer Index im Oktober bei den Angebotsmieten um 0,5% schweizweit wieder zu. Der Trend bei den Angebotsmieten sei aber weiterhin rückläufig: "Es ist anzunehmen, dass die Angebotsmieten aufgrund der erhöhten Bautätigkeit und der steigenden Leerbestände weiter unter Druck geraten", so Martin Waeber von ImmoScout24.

Während die Mietpreise in den Grossregionen Zürich, Nordwestschweiz und Espace Mittelland im Oktober stagnierten, weise die Grossregion Genfersee ein Plus von 0,7% aus. Auch die Zentralschweiz verzeichne mit 0,4% einen leichten Anstieg. Einzig in der Grossregion Tessin war die Preisentwicklung bei Angebotsmieten mit -1,9% klar negativ.

(AWP)