Milchverarbeitung  - Hochdorf legt verbesserte Zahlen vor

Der Milchverarbeiter Hochdorf hat im ersten Halbjahr mehr umgesetzt und verdient.
17.08.2017 08:09
Milchkessel kommen in der Schweizer Landwirtschaft immer noch zum Einsatz.
Milchkessel kommen in der Schweizer Landwirtschaft immer noch zum Einsatz.
Bild: pixabay.com

Der Bruttoverkaufserlös stieg um 12 Prozent auf 312,1 Mio CHF. Beim EBITDA wurde ein Plus von 18 Prozent auf 21,7 Mio CHF und beim EBIT ein Plus von 20 Prozent auf 15,8 Mio CHF verzeichnet. Unter dem Strich blieb ein 16 Prozent höherer Reingewinn von 12,8 Mio CHF.

Insgesamt verarbeitete die Gruppe mit 377,6 Mio kg (-9,2 Prozent) aber deutlich weniger Milch, Molke, Rahm und Permeat (Flüssigmenge) als im Vorjahreszeitraum. Grund dafür seien vor allem die ausländischen Milchwerke, heisst es in einer Mitteilung vom Donnerstag. Zudem belastete die schwierige Situation im Schweizer Milchmarkt das Ergebnis im traditionellen Milchgeschäft.

Hauptverantwortlich für die höheren Ertragszahlen ist laut Mitteilung die Pharmalys-Beteiligung (Baby Care). Die Erträge von Swiss Nutrition hätten derweil unter den im Vorjahresvergleich tieferen Ansätzen der Ausfuhrbeihilfen, dem tieferen Produktionsvolumen von Babynahrung sowie unter Margenverlusten vor allem im Geschäftsbereich Dairy Ingredients gelitten.

Ausblick gesenkt

Das geringere Produktionsvolumen von Babynahrung resultierte den Angaben zufolge unter anderem aus der Verkürzung der Lieferfristen von sechs auf nur noch drei Monate und aus dem temporären Wegfall von Mengen in Ägypten und Libyen. Die Auftragsbücher für das zweite Halbjahr seien aber wieder gut gefüllt, und Hochdorf rechnet entsprechend mit einer "hohen Anlagenauslastung". Weitere Massnahmen zur Verbesserung des Ergebnisses seien getroffen worden.

Im Ausblick für das Gesamtjahr hat Hochdorf die Umsatzschätzung nach unten angepasst. Man gehe nicht davon aus, den Umsatzrückstand des ersten Halbjahres aufholen zu können und erwarte einen weiterhin anspruchsvollen Markt für Milch-Massenprodukte, heisst es. Deshalb senkt das Unternehmen den prognostizierten Jahres-Brutto-Verkaufserlös auf 610 bis 650 Mio von bisher 635 bis 670 Mio CHF.

Per Mitte Jahr liegt der prozentuale EBIT im Verhältnis des Produktionserlöses bei 5,0 Prozent und damit unter dem kommunizierten Jahres-Zielband von 6,1 bis 6,6 Prozent. Aufgrund der im Geschäftsbereich Baby Care gut gefüllten Auftragsbücher und der eingeleiteten Massnahmen zur Verbesserung der Ertragszahlen werde die prozentuale EBIT-Prognose aber nicht verändert, heisst es.

(AWP)