Mirabaud mit rückläufigem Gewinn im ersten Halbjahr

Die Genfer Privatbankengruppe Mirabaud hat im ersten Halbjahr 2016 geringere Erträge und einen tieferen Gewinn erwirtschaftet als in der Vorjahresperiode.
30.08.2016 10:25
Die Privatbank Mirabaud hat im ersten Halbjahr weniger verdient als im Vorjahr.
Die Privatbank Mirabaud hat im ersten Halbjahr weniger verdient als im Vorjahr.
Bild: Bloomberg

Die Abnahme sei auf den Volumen- und Transaktionsrückgang in allen Märkten zurückzuführen, teilte Mirabaud am Dienstag mit. Auch die verwalteten Vermögen lagen per Mitte Jahr unter dem Stand von Ende 2015.

Dier Gesamterträge gingen im ersten Semester um knapp 10% auf 139,5 Millionen Franken zurück, wobei der grösste Posten - die Kommissionseinnahmen - um rund 12% auf 105,9 Millionen abnahm. Auch der Ertrag aus dem Handelsgeschäft verringerte sich um 16% auf 18,4 Millionen. Die Zinsmarge nahm dagegen um 51% auf 11,6 Millionen Franken zu.

Dem stand ein 9% tieferer Geschäftsaufwand von 115,1 Millionen Franken gegenüber. Der Bruttogewinn beläuft sich somit auf 21,5 Millionen (-14,7%). Unter dem Strich resultierte ein konsolidierter Reingewinn von 17,3 Millionen, was einer Abnahme von 11,7% gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Weniger verwaltete Vermögen

Die verwalteten oder verwahrten Vermögen betrugen per Ende Juni insgesamt 31,6 Milliarden (einschliesslich 3,3 Milliarden doppelt berücksichtigter Beträge) verglichen 32,8 Milliarden Franken per Ende 2015. Auf das Asset Management entfielen 8,0 Milliarden und auf das Wealth Management 23,6 Milliarden.

"Das Geschäftsumfeld ist geprägt von einer starken Marktvolatilität und von Negativzinsen, die Institute wie unseres belasten", lässt sich Geschäftsleiter Yves Mirabaud in der Mitteilung zitieren.

Die konsolidierte Bilanzsumme der Gruppe per Mitte Jahr lag bei 4,22 Milliarden Franken, verglichen mit 4,18 Milliarden per Ende 2015. Zwei Drittel der Aktiven seien bei der SNB hinterlegt oder in Staatsanleihen mit höchster Bonität investiert, so die Meldung. Die Kernkapitalquote erreichte 20,9%, was "deutlich über den Minimalforderungen liege".

(AWP)