Mobiles Banking weltweit auf dem Vormarsch

Die UBS selber investierte in den letzten Jahren sehr viel Geld ins mobile Banking. Aus gutem Grund, wie die Pionierin auf diesem Gebiet jetzt anhand von weltweiten Erhebungen zeigt.
12.08.2016 08:33
Von Lorenz Burkhalter
Selbst ältere Menschen wickeln ihre Bankgeschäfte heute über mobile Geräte ab.
Selbst ältere Menschen wickeln ihre Bankgeschäfte heute über mobile Geräte ab.
Bild: Pixabay

Die UBS hat in den letzten Jahren viel Geld in den Ausbau ihrer technischen Plattform investiert. Neben der Glarner Kantonalbank gilt die Schweizer Grossbank hierzulande als Pionierin, wenn es um die Verknüpfung von Fintech mit dem traditionellen Bankgeschäft geht.

Das erklärt auch, weshalb sich ausgerechnet die UBS in einer Strategiestudie mit den Zukunftsaussichten für mobiles Banking auseinandersetzt. Und um es vorwegzunehmen: Die Studienverfasser berichten von einem regelrechten Siegeszug mobiler Applikationen rund um die Welt.

Gut investiertes Geld

Eine Umfrage der Schweizer Grossbank bei knapp 28000 Kunden von mehr als 210 verschiedenen Banken in 24 Ländern hat ergeben, dass mittlerweile 64 Prozent mobile Applikationen für ihre Bankgeschäfte nutzen. In einer noch vor einem Jahr durchgeführten Umfrage waren es erst 42 Prozent. Interessant ist, dass mit 76 Prozent deutlich mehr Kunden aus den Schwellenländern auf mobiles Banking setzen, in den entwickelten Ländern aber nur gerade 46 Prozent der Befragten.

Alleine schon deshalb ist ein solches Angebot für Banken heutzutage ein Muss. Doch gibt es für Banken weitere gute Gründe, diesbezüglich Geld in die Hand zu nehmen. Denn Berechnungen der UBS zufolge lassen sich die Transaktionskosten im mobile Banking um durchschnittlich 39 Prozent und die operativen Ausgaben so um gut 7 Prozent senken.

UBS nennt die wenigen Gewinner

Gleichzeitig errechnet die UBS für Institute, welche auf mobiles Banking setzen, über die kommenden drei Jahre eine durchschnittliche Ertragssteigerung von 8,5 Prozent. Die für die Schweizer Grossbank tätigen Strategen begründen dies mit der Werbemöglichkeit für und der stetigen Verfügbarkeit von Bankgeschäften.

Für die Experten zählen Bank of America, Unicredit, Swedbank, BNP Paribas und Santander schon heute zu den Gewinnern dieses Trends. Konkrete Informationen zum mobilen Banking in der Schweiz liefert die UBS unglücklicherweise nicht.