Motorräder - KTM baut chinesisches Joint Venture aus

Die Fahrzeuggruppe KTM Industries und der langjährige chinesische Partner CF Moto haben ihre Zusammenarbeit ausgebaut.
11.10.2017 09:02
Stefan Pierer, Konzernchef und Hauptaktionär von KTM Industries.
Stefan Pierer, Konzernchef und Hauptaktionär von KTM Industries.
Bild: ZVG

Wie es in einer Medienmitteilung vom Mittwoch heisst, gehen die beiden Unternehmen ein Joint-Venture ein. Ziel dieser Zusammenarbeit sei es, gemeinsam an der Entwicklung und Produktion zu arbeiten, um so weiter weltweit expandieren zu können. Ausserdem soll das Joint Venture den Auftritt von KTM am chinesischen Markt stärken. An dem Joint-Venture CFMOTO-KTMR2R hält KTM laut Mitteilung 49%. Auf Seiten von CF Moto unterliege das Joint Venture noch der Zustimmung der relevanten Behörden.

CF Moto baut Motorräder und Scooter, Geländewagen, Nutzfahrzeuge, Boot- und Powersports Motoren. Das Unternehmen hat den Angaben zufolge mit mehr als 1'500 Partnern über 98 Fahrzeugmodelle und 51 Motormodelle entwickelt, welche in über 70 Ländern und Regionen vertrieben werden.

KTM verfügt bereits über strategische Partnerschaften auf operativer Ebene, so etwa in Indien mit Baja. Dort werden Motorräder der Marken KTM und Husqvarna produziert und weltweit vertrieben. Insgesamt soll die Zahl der in Indien produzierten Motorräder von den für 2017 erwarteten 100'000 Stück in den nächsten Jahren auf über 200'000 gesteigert werden. Erst im Juli war diese Kooperation ausgeweitet worden

KTM Industries verfolgt ehrgeizige Wachstumsziele für seine Motorradsparte. Das bisherige Produktionsziel von KTM lautet auf eine Stückzahl von 300'000 Maschinen bis 2021. Zum Vergleich: Im ersten Halbjahr 2017 wurden gut 110'000 Maschinen der beiden Marken abgesetzt, ein Plus von rund 11%. Am Motorradhersteller hält KTM Industries 51,7%.

(AWP)