Nach Bilanzskandal - Investoren sind an Teilen von Wirecard interessiert

Zumindest für Teile des in einen Bilanzskandal verwickelten Zahlungsabwicklers Wirecard gibt es Interessenten.
01.07.2020 06:43
Sitz der wirecard AG in Aschheim Dornach.
Sitz der wirecard AG in Aschheim Dornach.
Bild: imago images / Sven Simon

Es hätten sich bereits zahlreiche Investoren aus aller Welt gemeldet, wie der vorläufige Insolvenzverwalter Michael Jaffé in der Nacht zum Mittwoch in Aschheim bei München mitteilte. Der vorläufige Gläubigerausschuss habe daraufhin grünes Licht für einen internationalen Investorenprozess unter Einschaltung von Investmentbanken gegeben.

Nach dem Kurseinbruch um rund 99 Prozent auf rund 1 Euro binnen weniger Tage hatten sich die Wirecard-Papiere am Montag ein klein wenig auf 5,73 Euro erholt.

Die Aktien scheinen mittlerweile zu einem kurzfristigen Spekulationsobjekt geworden zu sein, offenbar getrieben von der vagen Hoffnung einiger Anleger auf einen Verkauf des Unternehmens. So war bereits bekannt geworden, dass sich die US-Tochter Wirecard North America selbst zum Verkauf gestellt hat.

(AWP)