Nach Brexit - EU offen für Freihandelszone mit Grossbritannien

Die Europäische Union steht nach den Worten von EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker dem Vorschlag der britischen Premierministerin Theresa May zur Errichtung einer Freihandelszone nach dem Brexit offen gegenüber.
12.09.2018 09:40
Die britische Premierministerin Theresa May mit EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker.
Die britische Premierministerin Theresa May mit EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker.
Bild: Bloomberg

Die EU sei für einen geordneten Austritt des Vereinigten Königreichs, sagte Juncker am Mittwoch in Straßburg vor dem Europäischen Parlament in seiner letzten Rede zur Lage der EU. In den Verhandlungen verfolge die EU-Kommission aber drei Grundsätze. Dazu gehöre, dass ein Land außerhalb der EU nicht die gleichen Rechte haben könne wie ein Mitgliedsstaat. Zudem seien zur Vermeidung einer "harten" Grenze zwischen Nordirland und Irland kreative Lösungen nötig. Drittens werde Großbritannien immer ein besonderer Nachbar sein, auch politisch und in Sicherheitsfragen.

Großbritannien tritt am 29. März 2019 aus der EU aus. Bis dahin muss ein Austrittsabkommen zwischen beiden Seiten ratifiziert sein. Die Verhandlungen stockten zuletzt immer wieder.

(Reuters)