Nach Quartalszahlen - LafargeHolcim-Aktien geben nach

Die Aktien von LafargeHolcim reagieren mit Abgaben auf die Zahlen zum ersten Quartal. Die Analysten sprechen zwar von einem soliden Ergebnis, dass die Erwartungen erfüllt habe, doch die Margen lassen zu wünschen übrig.
03.05.2017 09:56
Ein Lastwagen von LafargeHolcim wird beladen.
Ein Lastwagen von LafargeHolcim wird beladen.
Bild: ZVG

Ebenso wird bei den Kosten eine deutlichere Steigerung erwartet. Mit Blick auf den angekündigten Rücktritt des CEO Eric Olsen sei es beruhigend, dass die Ziele für das laufende und kommende Jahr bestätigt wurden.

Die LafargeHolcim-Aktien verlieren nach noch einem leicht positiven Handelsstart gegen 9.45 Uhr 0,8% auf 56,95 CHF. Zeitweise betrug das Minus 2,6%. Der Gesamtmarkt gemessen am SPI notiert mit +0,1% erneut auf Rekordhoch.

Die Analysten sehen mit dem ausgewiesenen Umsatz und bereinigtem EBITDA ihre Erwartungen erfüllt. Insbesondere die Regionen Naher Osten/Afrika und Lateinamerika hätten Zeichen einer Verbesserung gezeigt und Nordamerika zeige weiter starkes Momentum, heisst es etwa bei Morgan Stanley. Demgegenüber habe Asien/Ozeanien leicht enttäuscht. Insgesamt werden die Zahlen von der Analystin der US-Bank als Bestätigung gesehen, die Wachstumsziele zu erreichen. Morgan Stanley bewertet LafargeHolcim mit "Overweight" und mit einem Kursziel von 63 CHF.

"Geglückter Jahresstart"

Klar positiv wertet auch die ZKB den Quartalsausweis und spricht von einem geglückten Jahresstart. Die Umsatzdynamik habe deutlich zugenommen. Der bestätigte Ausblick wird insbesondere mit Blick auf den angekündigten CEO-Abgang als beruhigend gewertet. Die Kantonalbank hat ein "Übergewichten"-Rating auf die Aktien.

Kritischer bewertet Kepler Cheuvreux das Zahlenset. Währen auch hier Umsatz und bereinigtes EBITDA als im Rahmen der Erwartungen gewertet werden, schaut der Analyst auf die höheren Restrukturierungskosten und den tiefer ins Minus gerutschten Free Cash Flow. Die Preisentwicklung sei positiv, was angesichts der erwarteten bevorstehenden Kostensteigerungen auch nötig sei, heisst es weiter.

Regional sei die Entwicklung hier sehr unterschiedlich. Die flache Preisentwicklung in Asien und Europa dürfte unter der Kosteninflation liegen, so der Analyst. Die Preissteigerungen würden auf nur einigen wenigen Ländern mit sehr starker Entwicklung beruhen. Hie lautet die Einstufung "Hold" bei einem Ziel von 60 CHF.

Auch der Experte von Davy sieht ein Auffrischen beim Gegenwind von der Kostenseite. Das Unternehmen rechne insbesondere bei den Kosten ohne Energie mit einer deutlicheren Steigerung. Hierin sieht der Analyst auch den Grund für die geringer als von ihm erwartete Margenverbesserung. Das Urteil für die Aktienanlage lautet hier "Underperfom".

(AWP)