Nachfrage erholt sich - Nestlé hat Nudelskandal in Indien offenbar verdaut

Der Nahrungsmittelkonzern Nestlé hat den Skandal um bleiverseuchte Fertignudeln in Indien offenbar gut weggesteckt. Das Vertrauen der Inder in die betroffene Konzernmarke Maggi ist zurück, ebenso die Nachfrage.
12.03.2017 15:26
Wieder bessere Aussichten am Hauptsitz von Nestlé in Vevey.
Wieder bessere Aussichten am Hauptsitz von Nestlé in Vevey.
Bild: Bloomberg

Das sagte Nestlés Asien-Chefin Wan Ling Martello in einem Interview mit der "Schweiz am Wochenende". Nach dem Skandal im Jahr 2015 habe die Zustimmungsrate zwischenzeitlich nur noch 8% betragen. Inzwischen liege die Rate wieder bei 90%.

Alle 5 indischen Fabriken, in denen die Maggi-Fertignudeln hergestellt werden, laufen laut Martello wieder auf Hochtouren. Der Marktanteil betrage wieder 60%. Als die Produkte zwischenzeitlich aus den Verkaufsregalen verbannt worden waren, hätten viele Konkurrenten ähnliche Produkte lanciert, damit aber keinen nachhaltigen Erfolg gehabt.

Weiter zitierte Martello eine kürzliche publizierte Auswertung, welche die Lieblingsmarken der Inder auflistete. Zeitweise sei Maggi auf Rang 95 abgestürzt, nun sei die Marke auf dem 25. Platz. An die Beliebtheit von Maggi im Jahr 2014 - also vor dem Skandal - reicht die Platzierung aber noch nicht ganz heran. Damals lag Maggi in der Beliebtheitsskala gar in den Top 5.

(AWP)