Nächster Dämpfer für CS und Deutsche Bank

Die kräftigen Kursverluste der Deutschen Bank und ihres schweizerischen Konkurrenten Credit Suisse haben Konsequenzen: Die Aktien der beiden Grossbanken fliegen aus dem wichtigen Index Stoxx Europe 50.
02.08.2016 07:07
Wichtig sind Index-Veränderungen insbesondere für Fonds, die Indizes nachbilden. Im Bild der CS-Hauptsitz.
Wichtig sind Index-Veränderungen insbesondere für Fonds, die Indizes nachbilden. Im Bild der CS-Hauptsitz.
Bild: Bloomberg

Die Aktien von Deutsche Bank und CS werden zum 8. August aus dem Auswahlindex Stoxx Europe 50 entfernt, wie der Indexanbieter Stoxx am Montagabend mitteilte. Dafür werden die Titel des französischen Baukonzerns Vinci und des niederländischen Zulieferers für die Halbleiterindustrie ASML aufgenommen. Experten hatten mit dieser Entwicklung gerechnet.

Hintergrund des ausserplanmässigen Austausches ist die sogenannte "Fast-Exit-Regel". Diese besagt, dass Index-Titel aus dem insgesamt 50 Unternehmen umfassenden Stoxx-Index entnommen werden, wenn sie zwei Monate in Folge auf der monatlichen Selektionsliste auf Platz 75 oder schlechter landen. Beide Bank-Titel hatten zuletzt nach der Vorlage ihrer Quartalszahlen, aber auch infolge des Brexit-Votums heftige Kursverluste hinnehmen müssen.

Wichtig sind Index-Veränderungen insbesondere für Fonds, die die Indizes nachbilden, da sie ihre Portfolios entsprechend anpassen müssen.

(AWP)