Nahrungsmittel - Nestlé wächst nur knapp innerhalb der Erwartungen

Nestlé ist in den ersten neun Monaten 2018 knapp im Rahmen der Erwartungen gewachsen. Für das Gesamtjahr hält der Westschweizer Konzern an seinen bisherigen Prognosen fest.
18.10.2018 07:39
Stand für Glacés von Nestlé in der Altstadt von Palma de Mallorca.
Stand für Glacés von Nestlé in der Altstadt von Palma de Mallorca.
Bild: cash

Das organische Wachstum lag in der Berichtsperiode bei 2,8 Prozent, wie der weltgrösste Nahrungsmittelhersteller am Donnerstag mitteilte. Damit bleibt die wichtigste Umsatzkenngrösse in der Nahrungsmittel-Industrie, bei der Wechselkursverschiebungen und Zukäufe/Verkäufe heraus gerechnet werden, im Rahmen der Halbjahreszahlen (ebenfalls 2,8%). Das Wachstum im dritten Quartal allein war mit 2,9 Prozent etwas höher.

Die 2,8 Prozent der Neunmonatsperiode setzten sich zusammen aus einem Mengenwachstum (RIG) von 2,3 Prozent und Preissteigerungen von 0,5 Prozent. Der Gesamtumsatz stieg derweil um 2,0 Prozent auf 66,4 Milliarden Franken. Netto-Zukäufe wirkten sich hier laut Mitteilung mit +0,1% positiv aus, die Wechselkurse mit -0,9% negativ.

Mit den vorgelegten Zahlen wurden die Schätzungen der Analysten bei Wachstum und Umsatz knapp getroffen. Der AWP-Konsens lag für das organische Wachstum bei +2,9 Prozent (RIG +2,4%) und für den Umsatz bei 66,5 Milliarden Franken.

Der Umsatz in den ersten neun Monaten sei über die meisten Regionen und Produktkategorien hinweg solide gewachsen, so CEO Mark Schneider in der Mitteilung. Ausserdem beobachte man eine verbesserte Wachstumsdynamik in Nordamerika sowie weltweit im Geschäft mit Säuglingsnahrung. Das China-Geschäft habe derweil weiterhin im mittleren einstelligen Prozentbereich zugelegt.

"Dank unserer Initiativen zur Wachstums- und Effizienzsteigerung sind wir auf gutem Kurs, den Ausblick für das Gesamtjahr 2018 sowie unsere Ziele für 2020 zu erreichen", so der CEO weiter. Für das Gesamtjahr rechnet das Nestlé-Management demnach weiterhin mit einem organischen Wachstum von rund 3 Prozent und einer Verbesserung der (bereinigten) operativen Ergebnismarge entsprechend der Zielvorgabe für 2020.

Die Restrukturierungskosten für dieses Jahr sollen weiterhin bei rund 700 Millionen Franken zu liegen kommen. Auch wird eine Steigerung sowohl beim zugrunde liegenden Gewinn je Aktie zu konstanten Wechselkursen als auch bei der Kapitaleffizienz erwartet.

(AWP)