NahrungsmittelOrior mit deutlich höherem Gewinn

Orior hat im ersten Semester des laufenden Geschäftsjahres 2017 vor allem akquisitionsbedingt mehr umgesetzt und dabei deutlich mehr verdient.
22.08.2017 07:00
Angerichteter Convenience-Food von Orior.
Angerichteter Convenience-Food von Orior.
Bild: ZVG

Auch für den weiteren Verlauf des Jahres gibt sich das Unternehmen optimistisch und erwartet "dank erfolgversprechenden Initiativen ein gutes zweites Halbjahr". Der Umsatz in der Berichtsperiode von Januar bis Juni stieg um gut 17% auf 281,3 Mio CHF. Dieser Anstieg ist massgeblich auf die Akquisition der belgischen Culinor Food per Ende August 2016 und die entsprechende Vollkonsolidierung seither zurückzuführen, wie die in den Bereichen Frisch-Convenience und Fleischveredelung tätige Gruppe am Dienstag mitteilte.

Der EBITDA legte um 22% auf 27,7 Mio CHF und verzeichnete damit eine Margenverbesserung von 37 Basispunkten auf 9,9%. Der Reingewinn wuchs um ebenfalls rund 22% auf 14,8 Mio, was einer Margenverbesserung von 21 Basispunkten auf 5,3% entspricht.

Die vorgelegten Zahlen liegen bei den Gewinnziffern etwas über den Erwartungen. Analysten hatten gemessen am AWP-Konsens einen Umsatz von 282 Mio, einen EBITDA von 26,8 Mio sowie einen Reingewinn von 13,5 Mio CHF geschätzt.

Eine Vielzahl von Initiativen und Massnahmen habe zu positiven Impulsen entlang der Wertschöpfungskette geführt, heisst es in der Mitteilung. Zudem erweise sich der "strategisch wichtige Schritt ins Ausland als gelungen". Das Umfeld in der Schweiz bleibe derweil "herausfordernd": Aktionsverschiebungen sowie Konsolidierungen im Markt würden die Umsätze belasten. Orior International wachse dank Culinor, welche "mit neuen Absatzkanälen und tollen Innovationen" eine Entwicklung über den Erwartungen verzeichnet habe.

Orior zeigt sich auch für den weiteren Jahresverlauf zuversichtlich. Das Umfeld und die Rahmenbedingungen in der Schweiz blieben zwar anspruchsvoll. Aber die Absatzmärkte von Orior International böten zusätzliches Potenzial für Wachstum. Man werde dabei "mit Nachdruck und Konsequenz" die Strategie "Orior 2020" vorantreiben. Das zweite Halbjahr werde geprägt sein von neuen Produkten, Konzepten und Verpackungsdesigns sowie Innovationen entlang der Wertschöpfungskette. In der Summe sei ein "gutes" zweites Halbjahr zu erwarten.

(AWP)