Negativzinsen - UBS liebäugelt bei Zinssenkung mit Gebühr für KMU-Kunden

Noch tiefere Negativzinsen in der Schweiz könnten für kleinere Firmenkunden der UBS ins Geld gehen: Die Grossbank denkt darüber nach, neu auch KMU stärker zur Kasse zu bitten.
18.09.2019 16:04
UBS-Filiale in der Aeschenvorstadt in Basel.
UBS-Filiale in der Aeschenvorstadt in Basel.
Bild: cash/mfo

Die UBS erwägt bei weiter sinkenden Zinsen in der Schweiz, die Strafzinsen der Notenbank an einen grösseren Kreis von Firmenkunden weiterzugeben. Bereits seit einiger Zeit bezahlen grosse Kunden eine Gebühr auf überschüssige, für das operative Geschäft nicht notwendige Barbestände.

Kleinere und mittelständische Unternehmen seien bislang davon ausgenommen, sagte der für Firmenkunden in der Schweiz zuständige UBS-Manager Alain Conte am Mittwoch vor Journalisten. Das könnte sich ändern: "Der nächste Diskussionspunkt ist morgen. Wir warten, was die SNB kommunizieren wird", sagte Conte. "Wir können heute noch nicht sagen, ob wir dort etwas umsetzen werden oder nicht."

Zwar erwarten Ökonomen und Finanzmarktexperten mehrheitlich, dass die Schweizer Notenbank SNB am Donnerstag unverändert an ihren Negativzinsen von minus 0,75 Prozent festhält. Allerdings rechnet rund ein Drittel mit einer Senkung.

(AWP/cash)

 
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