Nestlé-Aktie nach Zahlen im Minus

Nestlé kann die Erwartungen des Marktes beim organischen Wachstum und beim Umsatz nicht ganz erfüllen. Am Ausblick für das Gesamtjahr hält das Unternehmen fest. Die Aktie fällt deutlich zurück.
16.10.2014 09:14
Am Donnerstag stehen die Nestlé-Aktien im Angebot.

Der weltgrösste Nahrungsmittel-Hersteller Nestlé hat in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres 2014 ein organisches Wachstum von 4,5 Prozent erzielt. Dabei waren bei dieser wichtigsten, um Wechselkurse und Zukäufe bereinigten Umsatzkennzahl 2,3 Prozent auf Mengenwachstum (internes Realwachstum RIG) und entsprechend 2,2 Prozent auf Preisanpassungen zurückzuführen.

Der Gesamt-Umsatz sank derweil um 3,1 Prozent auf 66,2 Milliarden CHF, wobei sich die Wechselkurse per Saldo mit -7,5 Prozent und Zu-/Verkäufe mit -0,1 Prozent auswirkten, wie der Nahrungsmittelkonzern am Donnerstag mitteilte.

Mit den vorgelegten Zahlen hat Nestlé die Markterwartungen (AWP-Konsens) nicht ganz erreicht. Analysten hatten das organische Wachstum bei 4,6 Prozent (Bandbreite 4,3 bis 4,8 Prozent) und das interne Realwachstum bei 2,7 Prozent (2,5 bis 2,8 Prozent) geschätzt, der Umsatz wurde bei 66,7 Milliarden gesehen.

Aktie unter Abgabedruck

Am Donnerstag starten die Nestlé-Aktien mit einem Abschlag von 1,1 Prozent, derweil der Gesamtmarkt rund ein halbes Prozent höher steht. Zum aktuellen Kurs bei 66,20 Franken notiert das Papier 1,2 Prozent höher als Ende 2013. Zum Vergleich: Der Swiss Market Index (SMI) weist eine Rendite seit Januar von -0,2 Prozent aus.

Die Wachstumsdynamik hat sich im dritten Quartal wieder abgeschwächt. Nestlé gibt zwar keine genauen Quartalszahlen für das organische Wachstum bekannt, aufgrund der bereits bekannten Halbjahres- (4,7 Prozent) bzw. Q1-Zahl (4,2 Prozent) dürfte das organische Wachstum in der Periode von Juli bis September aber bei rund 4,1 Prozent gelegen haben und damit klar unter den rund 5,2 Prozent des zweiten Quartals.

Ausblick bestätigt

Das organische Wachstum der Gruppe in der Berichtsperiode betrug 5,1 Prozent in Nord- und Südamerika, 1,4 Prozent in Europa und 6,5 Prozent in Asien, Ozeanien und Afrika. Das Geschäft in den Industrieländern wuchs um 0,5 Prozent und in den Emerging Markets um 9,5 Prozent.

Konzernchef Paul Bulcke meinte zum Ergebnis: "In einem unbeständigen Handelsumfeld ohne Rückenwind haben wir ein gutes, breit abgestütztes Wachstum erreicht."

Er bestätigt entsprechend den Ausblick für das Gesamtjahr: "Trotz des schwierigen Umfelds und angesichts unserer Leistung im laufenden Geschäftsjahr visieren wir für 2014 ein organisches Wachstum um 5 Prozent an, mit Verbesserung der Margen, des nachhaltigen Gewinns pro Aktie bei konstanten Wechselkursen sowie der Kapitaleffizienz."