Neue Studiendaten von Roche

Roche hat in einer Phase-III-Studie mit dem Mittel Actemra/RoActemra (Tocilizumab) bei Patienten mit Riesenzellarteriitis den primären und wichtige sekundäre Endpunkte erfüllt.
06.06.2016 07:31
Blick über den Rhein auf den Roche-Tum im Kleinbasel.
Blick über den Rhein auf den Roche-Tum im Kleinbasel.
Bild: cash

Es handle sich um die bisher grösste bei Riesenzellarteriitis durchgeführte klinische Studie, heisst es in einer Medienmitteilung vom Montag. In der Studie GiACTA sei Actemra/RoActemra zu Beginn der Behandlung sechs Monate mit einem Steroid (Glukokortikoid) kombiniert worden.

Die Ergebnisse zeigten, dass die Remission über ein Jahr so wirksamer aufrecht erhalten wurde als bei einer alleinigen 6- oder 12-monatigen Steroidtherapie. Die Resultate sollen nun weltweit bei den Zulassungsbehörden eingereicht werden. Die Studienpatienten hatten eine neu diagnostizierte Riesenzellarteriitis oder einen Rückfall der Erkrankung, heisst es weiter. Riesenzellarteriitis ist eine schwerwiegende Erkrankung, bei der sich Arterienwände, meistens der Kopfarterien, aber auch der Aorta und ihrer Verzweigungen, entzünden.

Diese Entzündung kann starke, hartnäckige Kopfschmerzen, Kopfhautempfindlichkeit sowie Kiefer- und Armschmerzen verursachen. Die Erkrankung ist schwer zu diagnostizieren und kann unbehandelt zu Erblindung, Schlaganfall oder Aortenaneurysmen führen.

(AWP)