Neue Ziele für 2022 - Lonza mit starkem Wachstum im ersten Semester

Der Lifesciencekonzern Lonza ist von Januar bis Juni 2017 erneut sehr stark gewachsen. Die Erwartungen der Analysten wurden deutlich übertroffen.
26.07.2017 06:50
Logo am Lonza-Hauptsitz in Basel.
Logo am Lonza-Hauptsitz in Basel.
Bild: ZVG

Beide Segmente Pharma&Biotech und Specialty Ingredients hätten wesentlich zum Halbjahresergebnis beigetragen. Nach Abschluss der Capsugel-Übernahme setzt sich das Unternehmen nun neue mittelfristige Ziele.

Der Umsatz stieg in der Berichtsperiode um 15% auf 2,32 Mrd CHF, teilte Lonza am Mittwoch mit. Der EBITDA stieg derweil um 19% auf 529 Mio CHF, entsprechend einer 0,9 Prozentpunkte höheren Marge von 22,8%. Während der EBIT um 16% auf 373 Mio stieg, zog der Reingewinn um 20% auf 233 Mio an.

Daneben weist Lonza die um Wertberichtigungen und Restrukturierungsaufwendungen für den Konzernumbau bereinigten Zahlen aus: Der sogenannte "Kern-EBIT" stieg um 19% auf 447 Mio CHF und der "Kern-Reingewinn" um 47% auf 310 Mio.

Erwartungen deutlich übertroffen

Mit den ausgewiesenen Zahlen hat Lonza die Schätzungen der Analysten deutlich übertroffen. Der AWP-Konsens für den Umsatz lag bei 2,23 Mrd, für den Kern-EBIT bei 390 Mio, den EBIT bei 345 Mio und für den Reingewinn bei 227 Mio CHF.

Lonza weist zudem die Pro-forma-Nettoverschuldung/Kern-EBITDA nach Abschluss der Capsugel-Akquisition mit 2.8x aus. Lonza hatte versprochen, der Milliardenkauf werde den Wert nicht über 3.0x steigen lassen.

Den Ausblick für 2017, unter Ausklammerung von Capsugel, bestätigt Lonza. Demnach rechnet das Unternehmen mit einem Umsatzwachstum im hohen einstelligen Bereich, einem Kern-EBITDA von über 1 Mrd CHF sowie einem zweistelligen Wachstum des Kern-EBIT deutlich über dem Umsatzwachstum. Beim Kern-RONOA (Return on net operation assets) gelten nach wie vor 21,5% als Guidance.

Viel interessanter sind indes die neuen Vorgaben für das Jahr 2022. Bis zum genannten Jahr will Lonza den Umsatz auf 7,5 Mrd CHF steigern und die Kern-EBITDA Marge auf 30%. Zu Vergleich: im ersten Semester 2017 stand der Wert bei 24,8%. Der Kern-RONOA soll bis 2022 35% erreichen.

(AWP)