Neuer Ärger für die Deutsche Bank

Die Deutsche Bank muss sich Justiz-Kreisen zufolge in einem weiteren Fall wegen mutmasslicher Tricksereien mit Derivaten vor Gericht verantworten.
01.10.2016 17:27
Zentrale der Deutschen Bank in Frankfurt.
Zentrale der Deutschen Bank in Frankfurt.
Bild: cash

In Mailand seien sechs frühere Manager des Instituts unter dem Vorwurf von Finanzvergehen angeklagt, sagten am Samstag mit der Angelegenheit vertraute Personen. Es gehe um Geschäfte, mit denen Verluste bei Italiens drittgrößter Bank Monte dei Paschi di Siena verheimlicht werden sollten. Vor Gericht stehen demnach auch Ex-Manager von Monte Paschi und zwei Beschäftigte des japanischen Instituts Nomura. Alle Beschuldigten haben ihre Unschuld beteuert.

Nach italienischem Recht können auch Unternehmen zur Rechenschaft gezogen werden, wenn sich deren Angestellten im Zusammenhang mit ihrer Arbeit strafbar machen. In dem konkreten Fall geht es um angebliche Marktmanipulationen, Verletzungen der Aufsichtspflicht sowie Fehler in der Buchhaltung in den Jahren 2008 bis 2012, die unter den Namen Santorini und Alexandria bekannt sind.

Die Deutsche Bank ist mit einer Reihe von Rechtsstreits konfrontiert. Am meisten belastet das Institut derzeit ein Konflikt mit den US-Behörden über faule Hypothekenpapiere, im schlimmsten Fall 14 Milliarden Dollar kosten könnte.

(Reuters)