New Yorker Börsen treten an Ort

Sinkende Ölpreise und einige schwächere Unternehmensbilanzen haben die Stimmung an der Wall Street am Dienstag gedämpft. Zudem senkte der IWF seine globale Wirtschaftsprognose für dieses und nächstes Jahr.
19.07.2016 22:45
Durchzogene Stimmung an der Wall Street am Dienstag.
Durchzogene Stimmung an der Wall Street am Dienstag.
Bild: Bloomberg

Das Brexit-Votum trübt nach Einschätzung des Fonds die Wachstumsaussichten der Weltwirtschaft ein. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte legte 0,1 Prozent auf 18'559 Punkten zu. Der breiter gefasste S&P 500 verlor dagegen 0,1 Prozent auf 2163 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gab 0,4 Prozent auf 5035 Punkte ab.

Zu den grössten Verlierern gehörten die Aktien von Netflix, die mehr als 13 Prozent einbrachen. Die Online-Videothek enttäuschte mit ihrem Kundenwachstum im zweiten Geschäftsquartal.

Auch der Kurs der Investmentbank Goldman Sachs gab nach, und zwar um 1,2 Prozent. Dabei hat sie dank Einsparungen und einem wieder florierenden Handel mit festverzinslichen Wertpapieren ihren Gewinn im Frühjahr deutlich gesteigert.

Monsanto pokert weiter

Der US-Saatgutriese Monsanto gibt sich mit der aufgestockten Übernahmeofferte von Bayer noch nicht zufrieden. Das Angebot sei "finanziell unangemessen" und reiche noch nicht aus. Der Aktienkurs legte nach anfänglichen Verlusten 0,4 Prozent zu.

Auf den Verkaufslisten der Börsianer standen die Aktien von vier grossen Krankenversicherern. Das US-Justizministerium will Insider-Informationen zufolge deren geplante milliardenschwere Fusionen verhindern. Dabei geht es um den geplanten Kauf von Humana durch Aetna für 34 Milliarden Dollar und die Fusion der beiden Konkurrenten Anthem und Cigna im Volumen von 44 Milliarden Dollar. Aetna-Scheine liessen knapp 3 Prozent, Humana-Papiere fast 4 Prozent, Anthem-Aktien und Cigna-Titel jeweils rund 2 Prozent Federn.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 750 Millionen Aktien den Besitzer. 1223 Werte legten zu, 1744 gaben nach und 139 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,67 Milliarden Aktien 986 im Plus, 1848 im Minus und 187 unverändert.

Die US-Kreditmärkte waren als sicherer Hafen gefragt und legten zu. Die zehnjährigen Staatsanleihen gewannen 9/32 auf 100-20/32. Die Rendite sank auf 1,5543 Prozent. Der 30-jährige Bond erhöhte sich um 22/32 auf 104-30/32 und rentierte mit 2,2711 Prozent.

(Reuters)