Newron weitet Verlust aus

Das italienische Pharmaunternehmen Newron hat im ersten Halbjahr zwar höhere Erlöse erzielt, gleichzeitig nahmen aber auch die Kosten deutlich zu. Die Folge ist ein höherer Verlust.
15.09.2016 08:08
Der Ausblick für 2016 wird bestätigt: Homepage von Newron.
Der Ausblick für 2016 wird bestätigt: Homepage von Newron.
Bild: Screenshot

In der Folge weitete sich der Verlust des an der SIX kotierten Unternehmens auf 8,75 Mio EUR aus, nachdem im Vorjahreszeitraum hier noch ein Minus von 6,92 Mio zu Buche stand.

Bei den Lizenzeinnahmen und Umsatzbeteiligungen weist Newron 3,89 Mio EUR aus, was gegenüber dem Vorjahreswert von 1,89 Mio etwas mehr als das Doppelte ist. Die Kosten für Forschung und Entwicklung weist das Unternehmen mit 8,24 Mio EUR aus. Gegenüber dem ersten Halbjahr 2015 bedeutet das eine Zunahme von etwa 75%.

Für Medikamentenentwicklung und die Vorbereitungen für die Einreichung des Zulassungsantrags für Safinamide habe das Unternehmen in den ersten sechs Monaten 9,2 Mio ausgegeben nach 7,6 Mio im Vorjahreszeitraum. Den Anstieg bewirkten vor allem die Phase-II-Studie von Evenamide mit Schizophrenie-Patienten und die Vorbereitungen der potenziell zulassungsrelevanten Studie mit Sarizotan für das Rett-Syndrom.

Genügend Liquidität vorhanden

Von diesen Aufwendungen für Forschung und Entwicklung wurden 1,0 Mio EUR über die Safinamide-Partnerschaft mit Zambon rückvergütet. Daher gab Newron netto für F&E im ersten Halbjahr dieses Jahres 8,2 Mio EUR aus nach 4,7 Mio in der Vergleichsperiode 2015.

Der Mittelabfluss aus betrieblicher Tätigkeit kam am Bilanzstichtag bei 8,95 Mio CHF zu liegen, dies nach 5,26 Mio im Vorjahr. Die liquiden Mittel und kurzfristigen Finanzanlagen betrugen per Mitte Jahr 34,9 Mio. Für Ende 2015 wurden 40,9 Mio ausgewiesen.

"Die vorhandene Liquidität führt Newron gut durch den Grossteil des Jahres 2017, über erwartete wichtige und wertsteigernde Meilensteine hinaus", wird CEO Stefan Weber in der Mitteilung zitiert.

Gleichzeitig bestätigt der Manager laut Mitteilung den Ausblick für 2016. Demnach rechnet das Unternehmen mit höheren Umsatzbeteiligungen aus Verkäufen von Xadago in verschiedenen europäischen Ländern und zusätzlichen Meilensteinzahlungen sowie potenziellen weiteren Safinamide-Erlösen seitens Zambon.

Zusammen dürften sie im Gesamtjahr für höhere Erlöse sorgen. Die F&E-Ausgaben werden aufgrund der Kosten der klinischen Entwicklung für die Wirksamkeitsstudien mit Sarizotan und NW-3509 höher ausfallen als in 2015.

(AWP)

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