Notenbank-Pläne heben Asiens Anleger ins Glück

Die Aktienmärkte in Fernost haben nach den Kursgewinnen zu Wochenbeginn am Dienstag weiter zugelegt.
09.08.2016 09:23
Der japanische Notenbankchef Haruhiko Kuroda ist die Hoffnung der Anleger.
Der japanische Notenbankchef Haruhiko Kuroda ist die Hoffnung der Anleger.
Bild: iNg

Anleger investierten auf der Suche nach Gewinnquellen Analysten zufolge zunehmend in Schwellenländern. Für positive Stimmung sorgte zudem die Aussicht auf verstärkten Rückenwind durch die Notenbanken. Hintergrund ist der geringste Anstieg der Verbraucherpreise in China im Juli seit einem halben Jahr. "Niedrige Inflation bedeutet, dass es noch Spielraum für eine Lockerung der Geldpolitik gibt, was gut für Aktien ist", sagte Chang Chengwei, Analyst bei Hengtai Futures.

In Tokio legte der Nikkei um rund 0,7 Prozent auf 16.764 Punkte zu. Ein weiterer Kursanstieg nach dem kräftigen Zuwachs vom Montag werde durch Gewinnmitnahmen und die Vorsicht vieler Anleger verhindert, sagte Soichiro Monji, Chef-Anlagestratege bei Daiwa SB Investments. Überraschend starke Zahlen vom US-Arbeitsmarkt hatten die Stimmung zuletzt aufgehellt. Zudem hatte die Bank von Japan Ende Juli angekündigt, ihre Möglichkeiten bald umfassend zu prüfen. Notenbankchef Haruhiko Kuroda erklärte, es gebe Spielraum, die Zinsen weiter in den negativen Bereich zu drücken.

Auch die chinesische Börse in Shanghai notierte Gewinne. Dagegen gaben die Kurse in Hongkong etwas nach. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans tendierte 0,1 Prozent fester.

Bei den Einzelwerten stachen in Tokio die Papiere des Drucker- und Faxgeräteherstellers Brother hervor, die fast 20 Prozent zulegten. Der Konzern hatte seine Gewinnprognose für das Gesamtjahr angehoben. Dagegen fielen die Aktien von Mitsubishi Materials um rund fünf Prozent, weil der Metallproduzent seine Geschäftsaussichten nach unten korrigierte.

Der Euro tendierte zum Dollar mit 1,1075 Dollar, nach 1,1085 im New Yorker Handel. Der Yen legte zum Dollar 0,1 Prozent zu auf 102,33 Yen zu.

(Reuters)