Novartis beim Gewinn über den Erwartungen

Novartis hat im dritten Quartal wie erwartet den Umsatz stabil gehalten, während der Gewinn gesteigert wurde.
25.10.2016 08:09
«I Love»-Tram vor dem Hauptsitz von Novartis in Basel.
«I Love»-Tram vor dem Hauptsitz von Novartis in Basel.
Bild: Bloomberg

Die eigene Prognose, die Zahlen in etwa auf dem Niveau des Vorjahres zu halten, hat der Pharmakonzern im dritten Quartal damit erfüllt. Mit Blick auf das Gesamtjahr bestätigt Novartis seine Prognose vom Juli. Im dritten Quartal 2016 steht bei Novartis ein Umsatz in Höhe von 12,13 Mrd Dollar zu Buche, ein Minus von 1 Prozent. Zu konstanten Wechselkursen (kWk) ergab sich ebenfalls ein Minus von 1 Prozent.

Dabei geht mit 8,17 Mrd Dollar (-1 Prozent; -1 Prozent kWk) der Löwenanteil auf das Konto der Pharmasparte, die seit Anfang Juli Innovative Medicines heisst. Sie ist in zwei neue Geschäftseinheiten aufgeteilt, Novartis Pharmaceuticals und Novartis Oncology.

Die Generika-Tochter Sandoz liegt mit ihren Erlösen von 2,52 Mrd Dollar um 1 Prozent (-1 Prozent kWk) unter dem Vorjahreswert sowie knapp unter den durchschnittlichen Analystenerwartungen. Die Augensparte Alcon schneidet mit einem Umsatz von 1,44 Mrd Dollar (-2 Prozent; -3 Prozent kWk) in etwa wie erwartet ab.

Gewinnzahlen übertreffen Prognose

Das operative Kern-Ergebnis weist Novartis mit 3,38 Mrd (-3 Prozent; -3 Prozent kWk) aus. Kern-Zahlen sind bereinigt um Abschreibungen auf immateriellen Vermögenswerten, den Einfluss akquisitionsbedingter Faktoren und andere wesentliche Sonderpositionen. Mit einem Plus von 8 Prozent (+9 Prozent kWk) steigerte die Sparte Innovative Medicines ihr operatives Ergebnis besonders deutlich.

Mit den vorgelegten Zahlen hat Novartis die durchschnittlichen Analystenschätzungen beim Gewinn übertroffen. Im Schnitt hatten die Experten dem Konzern einen Gruppen-Umsatz in Höhe von 12,19 Mrd Dollar und einen Kern-EBIT von 3,26 Mrd zugetraut.

Die Aktie von Novartis legt im vorbörslichen Handel an der SIX um 1,1 Prozent zu.

"Novartis hat im dritten Quartal trotz Generikakonkurrenz für Gleevec in den USA solide Ergebnisse erzielt, die der starken Performance unserer Wachstumsprodukte zu verdanken sind", wird CEO Joseph Jimenez in der Mitteilung zitiert. "Wir investieren weiter in die Zukunft, während wir dem Verlust der Exklusivrechte an Gleevec 2016 und 2017 gegensteuern."

Ausblick bestätigt

Mit Blick auf das Gesamtjahr bestätigt Novartis den bisherigen Ausblick für den Umsatz, wonach der Nettoumsatz zu konstanten Wechselkursen weitgehend auf dem Niveau des Vorjahres liegen soll.

Beim Kernergebnis bleibt es dabei, dass es wegen zusätzlicher Investitionen und in Abhängigkeit von der weiteren Entwicklung von Gleevec zu konstanten Wechselkursen voraussichtlich weitgehend auf Vorjahresniveau oder um einen niedrigen einstelligen Prozentsatz tiefer ausfallen wird.

Die Auswirkungen der Wechselkurse auf das Gesamtjahr gesehen beziffert Novartis weiter mit -1 Prozent beim Umsatz und weiter mit -3 Prozent beim operativen Kernergebnis.

Die Novartis-Aktie zeigte Anfang Jahr einen steilen Abwärstrend beim Kurs. Trotz einer zwischenzeitlichen Erholung ist der SMI-Titel immer noch 13,7 Prozent weniger wert als Anfang Jahr. Seit einem Mehrjahres-Hoch Mitte Juli 2015 ist der Kurs um über ein Viertel gesunken.

(AWP/cash)