Novartis-Ergebnis in etwa auf Höhe der Prognosen

Der Pharmakonzern Novartis hat im vergangenen Jahr mit 49,109 Milliarden Dollar den Umsatz um ein Prozent erhöht. Das ist leicht über den Erwartungen, aber im Rahmen der Gesamtprognose.
24.01.2018 07:30
Der Novartis-Sitz in Basel.
Der Novartis-Sitz in Basel.
Bild: Novartis AG

Analysten hatten gemäss der Nachrichtenagentur AWP einen Umsatz zwischen 48,6 und 50,1 Milliarden Dollar erwartet, der Schnitt lag bei 49,081 Milliarden Dollar. Für das abgelaufene Geschäftsjahr 2017 hatte Novartis die Märkte bereits im Vorfeld gewarnt, dass es ein weiteres Übergangsjahr werden dürfte. Diese Vorhersage hat der Pharmakonzern am Mittwoch mit seinen vorgelegten Zahlen denn auch erfüllt.

Das operative Kernergebnis beziffert Novartis in der Medienmitteilung auf 12,9 Mrd USD (-1 Prozent). Zu konstanten Wechselkursen gerechnet ist dies unverändert gegenüber 2016. Der Kern-Jahresgewinn der Gruppe erhöhte sich um 1 Prozent auf 11,4 Mrd USD (+2 Prozent zu kWk). Den Aktionären stellt der Konzern eine Dividende von 2,80 CHF in Aussicht, nach 2,75 CHF für 2016.

Mit Blick auf das abgelaufene Geschäftsjahr hebt Novartis in der Mitteilung selbst hervor, dass vor allem die neu eingeführten Produkte wie Cosentyx und Entresto die Umsatzeinbussen durch Generika bei Gleevec/Glievec mehr als wettgemacht haben. Dabei hat sich das Schuppenflechte-Mittel Cosentyx mit einem Jahresumsatz von 2,1 Mrd USD mittlerweile als Blockbuster etabliert. Mit dem Herzmittel Entresto hat Novartis 507 Mio USD umgesetzt. Das Management hatte sich etwa 500 Mio zum Ziel gesetzt.

Innovative Medicines wie erwartet

Bei den Sparten hat sich der Bereich Innovative Medicines wie erwartet entwickelt und den Umsatz leicht um 1 Prozent auf 33,0 Mrd USD (+2 Prozent kWk) gesteigert. Die Generika-Sparte Sandoz hat den Umsatz mit knapp 10,1 Mrd USD um 1 Prozent (-2 Prozent kWk) verringert, während die Augensparte Alcon mit einem Umsatz von 6,0 Mrd USD (+4 Prozent/+4 Prozent kWk) die Erholung auch im Gesamtjahr bestätigt.

Wichtiger noch als der Blick auf das zurückliegende 2017 ist für Investoren in diesem Jahr aber der Blick nach vorne. Nach zwei "Übergangsjahren" hatte das Novartis-Management im Sommer angekündigt, ab 2018 auf den Wachstumspfad zurückzukehren. Und das stellt der Konzern denn auch in Aussicht: Zu konstanten Wechselkursen erwartet das Management ein Umsatzwachstum im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich. Und das operative Kernergebnis des Konzerns soll 2018 um einen mittleren bis hohen einstelligen Prozentsatz steigen.

In der Sparte Innovative Medicines peilt Novartis einen Umsatzplus im mittleren einstelligen Prozentbereich an. Für Alcon erwartet der Konzern ein Wachstum im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich. Bei Sandoz schliesslich rechnet das Management mit einem Umsatz weitgehend auf Vorjahresniveau oder aber einem leichten Rückgang.

Alcon-Verkauf nicht mehr 2018

Sollten sich die Wechselkurse im restlichen Jahresverlauf auf dem Durchschnittsniveau von Mitte Januar halten, rechnet Novartis im Jahr 2018 mit einem positiven Effekt von 3 Prozentpunkten auf den Nettoumsatz bzw. einem positiven Effekt von 4 Prozentpunkten auf das operative Kernergebnis.

Bekräftigt wird zudem, dass eine mögliche Transaktion von Alcon nicht vor dem ersten Halbjahr 2019 wahrscheinlich ist. Schlüsselkriterien für eine endgültige Entscheidung und den zeitlichen Ablauf bleiben nach wie vor weitere Umsatzsteigerungen und Margenverbesserungen bei Alcon über einen Zeitraum von mehreren Quartalen, wiederholt Novartis die Aussagen vom Oktober.

Die Novartis-Aktie hat seit Anfang 2017 ihren Wert um 20 Prozent gesteigert und zeigte damit eine Performance über dem Markt (SMI: +16 Prozent).

(cash/AWP)