Novartis-Studie zeigt Wirksamkeit für neues Brustkrebs-Mittel

Der Pharmakonzern Novartis legt eine neue Studie zur Wirksamkeit seines neuen Brustkrebsmedikament LEE01 oder Ribociclib vor.
08.10.2016 12:46
Novartis-Schriftzug am Standort Basel.
Novartis-Schriftzug am Standort Basel.
Bild: Bloomberg

Das Medikament habe in Kombination mit dem Krebsmedikament Letrozol (Femara) das Risiko eines Fortschreitens der Krankheit oder von Todesfällen deutlich verringert, teilte Novartis am Samstag mit.

Die Kombination aus LEE01 plus Letrozol habe, verglichen mit einer Therapie mit Letrozol alleine, das Risiko von Krankheitsfortschreiten und Tod bei HR+/HER+ fortgeschrittenem Brustkrebs um 44% verringert, so Novartis. Die Kombination habe bei über der Hälfte der behandelten Frauen zu einer verbesserten Rückbildung des Tumors um mindestens 30% geführt, so die Resultate der Studie "Monaleesa-2" in der späten Entwicklungsphase III. Publiziert wurde die Studie an dem derzeit stattfindenden Onkologie-Kongress ESMO in Kopenhagen.

Die Resultate zeigten, dass LEE011 das Potenzial habe, eine Option für eine effektive Erstlinienbehandlung für Frauen mit HR+/HER+ fortgeschrittenem Brustkrebs zu werden, schreibt Novartis. Das Medikament hatte Anfang August von der US-Gesundheitsbehörde FDA den "Therapiedurchbruch"-Status zuerkannt erhalten. Man nun eng mit den Gesundheitsbehörden zusammen, um die neue Behandlungsoption den Patientinnen so schnell wie möglich zukommen zu lassen. Derzeit ist das Medikament noch in keiner Indikation zugelassen.

(AWP)