Novartis und Banken machen Schweizer Börse zu schaffen

An der Schweizer Börse setzt sich am Montag die Abwärtstendenz vom Vorwochenschluss fort. Kursabschläge bei den schwergewichtigen Aktien von Novartis und den Grossbanken belasten den Markt.
21.11.2016 11:00
Die Novartis-Aktie lastet am Montagmorgen am meisten auf dem SMI.
Die Novartis-Aktie lastet am Montagmorgen am meisten auf dem SMI.
Bild: Bloomberg

Zudem trauten sich die Marktteilnehmer nicht aus der Deckung. Sie seien verunsichert im Zusammenhang mit dem designierten US-Präsidenten Donald Trump und dem starken Renditeanstieg an den Bondmärkten.

Der SMI notiert gegen11 Uhr mit 7852 Punkten um 0,7 Prozent tiefer. Am Freitag war der Leitindex um 0,8 Prozent gefallen. Nach der Euphorie der vergangenen Tage machten sich bei den Anlegern Zweifel breit, ob Donald Trump die Wirtschaft so kräftig stimulieren kann, wie zunächst erhofft.

Mit dem Rückgang unter die Unterstützungszone bei 7880 Punkten habe sich der mittelfristige Ausblick wieder eingetrübt, heisst es in einem charttechnischen Kommentar der Zürcher Kantonalbank (ZKB).

Die Aktien der Grossbanken Credit Suisse und UBS sinken um rund 1 Prozent. Bernstein hat zwar das Kursziel nach oben angepasst, aber das Rating "Underperform" bestätigt. Auch die Vermögensverwalter Julius Bär und Vontobel schwächen sich leicht ab. Die Aktien von EFG International widersetzen sich dem Trend und steigen um 1,1 Prozent.

Novartis tauchen nach Firmenzukauf

Die Anteile von Novartis fallen um 1,4 Prozent. Der Pharmakonzern stärkt sein Hämatologie-Geschäft mit einem Zukauf und übernimmt das Unternehmen Selexys Pharmaceuticals Corporation, das auf eine spezielle Form der Blutkrankheit spezialisiert ist. Zudem beinhaltet der Deal den Antikörper SelG1. Novartis hatte sich die Exklusivrechte für den Kauf 2012 gesichert. Die Transaktion beinhaltet Vorab-, Meilenstein- und Zukaufskosten von bis zu 665 Millionen Dollar.

Die Genussscheine von Rivalin Roche schwächen sich um 0,8 Prozent ab. Mit den Aktien des Lebensmittelriesen Nestlé, die um 0,4 Prozent nachgeben, büsst ein weiteres Marktschwergewicht Terrain ein.

Die Papiere zyklischer Firmen neigen ebenfalls meist zur Schwäche. Die Titel des Elektrotechnikkonzerns ABB und des Chemikalienherstellers Clariant sinken um je 0,5 Prozent. Gegen den Trend legen die Anteile des Personalvermittlers Adecco um 1,0 Prozent zu. Auch der Titel des Inspektionskonzerns SGS zieht leicht an.

Stärkere Abschläge verbuchten die Papiere des Uhrenherstellers Swatch mit minus 1,0 Prozent. Die Aktien von Rivalin Richemont geben 0,7 Prozent nach.

Schweiter nach Kaufempfehlung gesucht

Am breiten Markt fallen die Anteil von Schweiter mit einem Kursgewinn von 4,2 Prozent auf. UBS hat den Maschinenbauer auf "Buy" von "Neutral" hochgestuft.

Mit den Anteilen von Orascom und Leonteq zählen zwei Werte zu den stärksten Verlierern, deren Kurs schon in der Vorwoche kräftig nachgegeben hatte.

(Reuters/cash)