November-Zahlen - Wirtschaftsklima in Eurozone so gut wie zuletzt 2000

Die Stimmung in der Wirtschaft der Eurozone ist so gut wie seit 17 Jahren nicht mehr.
29.11.2017 11:15
Vor allem in Frankreich hat sich das Wirtschaftsklima deutlich aufgehellt (im Bild das Panthéon in Paris).
Vor allem in Frankreich hat sich das Wirtschaftsklima deutlich aufgehellt (im Bild das Panthéon in Paris).
Bild: cash

Das Barometer stieg im November um 0,5 auf 114,6 Punkte, wie die EU-Kommission am Mittwoch mitteilte. Das ist das höchste Niveau seit Oktober 2000, bevor das Platzen der damaligen Internetblase die Zuversicht trübte. Von Reuters befragte Ökonomen hatten diesen Anstieg exakt vorausgesagt.

Besonders bei den Konsumenten und in der Baubranche wuchs die Zuversicht. Die Detailhändler sind dagegen weniger optimistisch. In der Industrie und bei den Dienstleistern blieb die Stimmung weitgehend stabil. Besonders stark verbesserte sich das Wirtschaftsklima in Frankreich, den Niederlanden und in Spanien. Auch in Italien ging es bergauf, in Deutschland dagegen minimal bergab.

Die europäische Währungsunion befindet sich derzeit im Aufwind - nicht zuletzt wegen der guten Weltkonjunktur. Im zurückliegenden dritten Quartal wuchs das Bruttoinlandsprodukt um kräftige 0,6 Prozent. Die Eurozone dürfte in diesem Jahr mit einem Plus von 2,4 Prozent die weltgrösste Volkswirtschaft USA hinter sich lassen, erwartet die Industriestaaten-Organisation OECD. 2019 soll es zu 2,1 Prozent reichen. "Die politische Unsicherheit ist nach wie vor hoch, und sie könnte weiter zunehmen", warnt die OECD zugleich. "Das Ergebnis der Brexit-Verhandlungen wird entscheidend sein für Vertrauen und Handel."

(Reuters)