Obligationen - Zinswende-Tracker markiert Allzeithoch

Ein Indikator in Deutschland signalisiert weiter steigende Zinsen.
15.09.2018 17:48
Die Zinsen steigen stufenweise nach oben.
Die Zinsen steigen stufenweise nach oben.
Bild: Pixabay

Im September hat sich der Zinswende-Tracker, der seit 2015 von der deutschen Privatbank Joh. Berenberg, Gossler & Co. ermittelt wird, weiter in den positiven Bereich vorgearbeitet. Nach einem Wert von +10 Prozent im August liegt er nun 14 Prozentpunkte höher bei +24 Prozent.

"Getrieben durch steigende Renditen bei Staatsanleihen sowie Bank- und Unternehmensanleihen konnte unser Composite-Indikator im September deutlich Boden gutmachen und letztlich sogar ein neues Allzeithoch erreichen", schrieben Philipp Jäger, Helge Schunck und Timo Segieth von Berenberg in Frankfurt. Kredit- und Einlagezinsen würden hingegen nach wie vor keine größere Dynamik zeigen, führten die Analysten weiter aus.

Der Anstieg der Bank- und Unternehmensanleihe- sowie der Staatsanleiherenditen, die 12 bzw. 6 Prozentpunkte zum Anstieg des Gesamtindex beitrugen, wurden durch einen Rückgang der anderen beiden Komponenten um insgesamt 4 Prozentpunkte teilweise kompensiert.

Basierend auf einer Auswahl von 65 verschiedenen Zinsmaßen berechnet das Fixed Income Research von Berenberg insgesamt 260 Zinssignale für steigende bzw. fallende Zinsen. Nach dieser Ermittelung werden die Zinssignale zumeist nach BIP-Anteilen gewichtet und zu einem Composite-Indikator zusammengefügt. Die Werte dieses Indikators bewegen sich zwischen -100% (alle Zinssignale zeigen fallende Zinsen an) und +100% (alle Zinssignale zeigen steigende Zinsen an).

(Bloomberg)