OECD-Studie - Klimaschutz als Wachstumstreiber

Klimaschutz-Investitionen würden einer OECD-Studie zufolge weltweit das Wirtschaftswachstum anschieben.
23.05.2017 20:01
Folgen der Klimaveränderung: Wetterkapriolen führen vermehrt zu Schäden.
Folgen der Klimaveränderung: Wetterkapriolen führen vermehrt zu Schäden.
Bild: Pixabay

Bis 2021 sei unter dem Strich mit einem zusätzlichen Wohlstandsgewinn über das Bruttoinlandsprodukt (BIP) von einem Prozent zu rechnen, heißt es in der am Dienstag veröffentlichten Untersuchung. Bis 2050 betrage das Plus dann 2,8 Prozent, die durch zusätzliche Investitionen in Erneuerbare Energien, Leitungsnetze oder umweltfreundlichen Verkehr ausgelöst würden. Kalkuliere man die vermiedenen Schäden durch den Klimawandel ein, sei sogar mit 4,7 Prozent zu rechnen. Berücksichtigt ist dabei, dass etwa Preise für Strom steigen und Investitionen in Kohle- oder Ölkraftwerke vorzeitig abgeschrieben werden müssten. Die wirkt negativ auf das Wachstum.

Um den weltweiten Temperaturanstieg auf unter zwei Grad gegenüber der vorindustriellen zu begrenzen, müssten die ohnehin fälligen Investitionen in Energie- oder Verkehrssysteme allerdings erhöht werden, schreibt die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), in der vorwiegend Industriestaaten vertreten sind. Jährlich müssten dann weltweit 600 Milliarden Dollar mehr ausgegeben werden. Diese Summe relativere sich aber, wenn man die 6300 Milliarden Dollar sehe, die ohnehin für Investitionen aufgebracht werden müssen. Gerade jetzt in der Zeit von weltweit überwiegend niedrigen Zinsen eröffne sich für die Weltgemeinschaft hier eine Chance.

(Reuters)