Oktober-Zahlen - Inflation in der Euro-Zone sinkt überraschend

In der Euro-Zone ist die Inflation entgegen den Erwartungen von Experten zurückgegangen.
31.10.2017 11:15
Die Energie war in der Euro-Zone im Oktober verglichen mit dem Vorjahr um einiges teurer.
Die Energie war in der Euro-Zone im Oktober verglichen mit dem Vorjahr um einiges teurer.
Bild: Pixabay

Im Oktober habe der Preisanstieg im Jahresvergleich bei 1,4 Prozent gelegen, teilte das Statistikamt Eurostat am Dienstag nach einer ersten Schätzung mit. Ökonomen hatten stattdessen erwartet, dass die Teuerung auf dem Niveau vom Vormonat bei 1,5 Prozent verharren würde.

Auch die Kerninflation, die Energie und Lebensmittel ausklammert, fiel überraschend schwach aus. Sie lag im Oktober der ersten Schätzung zufolge nur bei 0,9 Prozent, nach 1,1 Prozent im Vormonat. Experten hatten hier ebenfalls mit einer Stagnation zum Vormonat gerechnet.

Sowohl die Gesamtinflation als auch die Kernteuerung liegen damit noch deutlicher als zuletzt unter dem anvisierten Ziel der Europäischen Zentralbank (EZB) von knapp 2 Prozent. Weil dieses Ziel über einen längeren Zeitraum nicht mehr erreicht wurde, hatte die EZB ihre Geldpolitik in der Vergangenheit extrem gelockert. Bei ihrer jüngsten Sitzung hatte sie aber angekündigt, ihre monatlichen Wertpapierkäufe ab Januar zu halbieren.

Teurer als ein Jahr zuvor war im Oktober vor allem Energie (plus 3,0 Prozent). Aber auch für Lebens- und Genussmittel musste deutlich mehr gezahlt werden.