Oktober-Zahlen - US-Konsum zieht nur leicht an

Die US-Bürger haben ihren Konsum im Oktober leicht gesteigert. Dei Teuerungsrate verharrt auf Vormonatsniveau.
30.11.2017 15:15
US-Konsumentinnen und -Konsumenten haben sich im Oktober nicht übemässig mit neuer Ware eingedeckt.
US-Konsumentinnen und -Konsumenten haben sich im Oktober nicht übemässig mit neuer Ware eingedeckt.
Bild: Bloomberg

Der private Konsum legte um 0,3 Prozent zum Vormonat zu, wie das Handelsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte. Analysten hatten diesen Anstieg vorausgesagt, nachdem der Zuwachs im September bei 0,9 Prozent lag. Dieses dicke Plus war jedoch den Folgen der verheerenden Wirbelstürme im Süden der USA geschuldet: Danach hatten sich viele Amerikaner neue Autos zugelegt, da ihre alten unbrauchbar wurden.

Der private Konsum steht für gut zwei Drittel der Wirtschaftskraft. Die amerikanische Notenbank Fed, die Vollbeschäftigung und stabile Preise fördern soll, beobachtet die Konsumdaten genau. Sie hofft, dass die Konsumenten verstärkt von der guten Wirtschaftslage profitieren und die Preise im Zuge steigender Löhne anziehen.

Die Fed strebt eine Teuerungsrate von 2 Prozent an und achtet besonders auf Preisveränderungen bei persönlichen Ausgaben der Konsumenten, wobei Energie- und Nahrungsmittelkosten ausgeklammert werden. Dieser Wert betrug im Oktober wie bereits im Vormonat 1,4 Prozent. Er liegt damit bereits seit rund fünfeinhalb Jahren unter dem 2-Prozent-Ziel der Fed. Die scheidende Notenbank-Chefin Janet Yellen hat kürzlich ihre Ansicht bekräftigt, dass der Preisdruck nur vorübergehend niedrig sei und sich die Inflationsrate mittelfristig wieder dem Ziel der Fed annähern werde.

Experten erwarten, dass sie im Dezember zum dritten Mal in diesem Jahr die Zinsen erhöhen wird. Zuletzt hatte sie den Schlüsselsatz im Juni auf das aktuell gültige Niveau von 1,0 bis 1,25 Prozent angehoben.

(Reuters)