Ölpreis-Rally treibt Erholung an

Der US-Aktienmarkt hat am Mittwoch im Sog deutlich gestiegener Ölpreise an seine Vortageserholung angeknüpft.
28.09.2016 22:51
Die Erdölpreise ziehen an. Eine Erdöl-Raffinerie im Abendlicht.
Die Erdölpreise ziehen an. Eine Erdöl-Raffinerie im Abendlicht.
Bild: Pixabay

Der US-Leitindex Dow Jones Industrial schloss 0,61 Prozent höher bei 18 339,24 Punkten. Für den marktbreiten S&P 500 ging es um 0,53 Prozent auf 2171,37 Zähler nach oben und der technologiewertelastige Nasdaq 100 gewann 0,18 Prozent auf 4875,27 Punkte.

Vor allem Ölwerte profitierten von der Nachricht, dass sich die Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) auf eine Begrenzung der Fördermenge geeinigt habe. Hinzu kamen Konjunkturdaten. Die Neuaufträge für langlebige Güter waren im August nicht wie erwartet gefallen, sondern hatten nur stagniert. Angesichts des starken Vormonatswerts sei das gar nicht so schlecht, sagte Analyst Bernd Krampen von der NordLB. Insgesamt bleibe es aber bei einem zweigeteilten Bild in den USA: Robuster Konsum, aber ein weiterhin wenig dynamischer Produktionssektor.

Chevron und ExxonMobil gesucht

Die Aktien der Ölkonzerne Chevron und ExxonMobil schnellten um mehr als 3 Prozent beziehungsweise fast viereinhalb Prozent nach oben. Damit zählten sie zu den gefragtesten Papieren im Dow Jones.

Zudem richteten sich die Blicke auf Nike . Der weltgrösste Sportartikelhersteller enttäuschte die Anleger trotz unerwartet deutlich gestiegener Gewinne im ersten Geschäftsquartal. Vor allem die Entwicklung der Bestelleingänge, aus denen Analysten Rückschlüsse auf die künftige Umsatzentwicklung ziehen, alarmierte die Börsianer. Die Papiere fielen als abgeschlagenes Schlusslicht im US-Leitindex um 3,78 Prozent.

Der weltgrösste Einzelhändler Walmart will einem Medienbericht zufolge beim indischen Elektronik-Onlinehändler Flipkart einsteigen. Walmart-Titel verloren 0,75 Prozent.

Euro kommt nicht vom Fleck

Der Kurs des Euro war unter dem Strich wenig bewegt. Die Gemeinschaftswährung kostete zuletzt 1,1216 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,1225 (Dienstag: 1,1220) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8909 (0,8913) Euro. Am Markt für US-Staatsanleihen fiel der Kurs richtungweisender zehnjährige Papiere um 3/32 Punkte auf 99 12/32 Punkte. Ihre Rendite betrug 1,57 Prozent.

(AWP)