Ölpreis übersteigt 55-Dollar-Marke

Die Ölpreise profitieren laut Händlern erneut von den beschlossenen Opec-Förderkürzungen. Die führende Nordseesorte Brent übersprang am Montag erstmals seit 16 Monaten die Marke von 55 Dollar je Fass.
05.12.2016 11:50
Alleine schon die Ankündigung einer Verknappung der geförderten Ölmenge lässt die Preise für den Rohstoff steigen.
Alleine schon die Ankündigung einer Verknappung der geförderten Ölmenge lässt die Preise für den Rohstoff steigen.
Bild: Bloomberg

Kurz vor Mittag steht für Brent ein Plus von 1,1 Prozent auf 55,06 Dollar zu Buche. US-Leichtöl WTI verteuerte sich um 0,9 Prozent auf 52,14 Dollar.

Der Ölpreis steht seit 2014 wegen eines Überangebots unter Druck. Deshalb hatte die Opec am letzten Mittwoch eine Förderbremse beschlossen - seitdem ist Brent um rund 19 Prozent gestiegen. "Der Markt ist offensichtlich davon überzeugt, dass die Opec den Worten auch Taten folgen lässt", heisst es bei der Commerzbank. Ganz sicher sei dies aber nicht, schliesslich wollten Saudi-Arabien und Kuwait zwei geschlossene Ölfelder in der neutralen Zone bald wieder in Betrieb nehmen, warnen die Analysten. Dies würde das Angebot an Öl vergrössern und auf die Preise drücken.

Andere Experten gehen zudem davon aus, dass die US-Schieferölproduktion bald ein grosses Comeback feiern könnte. Dann würden die Amerikaner der Opec einen Strich durch die Rechnung machen. Denn je mehr das Öl kostet, desto rentabler lässt sie das Schmiermittel der Weltwirtschaft aus amerikanischem Schiefergestein pressen.

(Reuters)