Ölpreise fallen am Mittwoch weiter

Die Ölpreise sind am Mittwoch im frühen Handel belastet durch die Aussicht auf ein weiter hohes Angebot gefallen.
26.10.2016 07:28
Die Aussicht auf gestiegene Öllagerbestände in den USA lasten auf den Öl-Preisen.
Die Aussicht auf gestiegene Öllagerbestände in den USA lasten auf den Öl-Preisen.
Bild: Bloomberg

Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Dezember kostete am Morgen 50,20 US-Dollar. Das waren 59 Cent weniger als am Dienstag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte WTI fiel um 65 Cent auf 49,31 Dollar.

Die Aussicht auf gestiegene Öllagerbestände in den USA lasteten auf den Preisen. Das private American Petroleum Institute (API) habe zuletzt einen Anstieg der Reserven um 4,75 Millionen Barrel verzeichnet, hiess es am Dienstagabend aus informierten Kreisen. Die Ölpreise gaben daraufhin kräftig nach. Die offiziellen Zahlen der staatlichen Energy Information Administration (EIA) für die vergangene Woche werden am Mittwochnachmittag veröffentlicht.

Nach wie vor gibt es derzeit keine erkennbaren Fortschritte bei der Eindämmung des Überangebots an Rohöl auf dem Weltmarkt. Führende Ölnationen arbeiten derzeit an einer Einigung auf gemeinsame Massnahmen zur Begrenzung der Fördermenge. Zuletzt gab es hierzu jedoch ernüchternde Signale.

Der Irak beansprucht für sich eine Ausnahme von Produktionskürzungen und der russische Gesandte bei der Opec sagte laut der Nachrichtenagentur Interfax, Förderkürzungen seien für Russland keine Option. Der russische Präsident Wladimir Putin hatte zuvor eine Beteiligung Russlands an einer Deckelung der Förderung signalisiert, hatte dabei aber nicht konkretisiert, ob eine Förderkürzung oder lediglich ein Einfrieren der Förderung auf bestehendem Niveau infrage komme.

(AWP)